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vom 30.04.2017, aktuelle Version,

Steyr IWS 2000

Steyr Infantry Weapon System 2000
Allgemeine Information
Entwickler/Hersteller: Steyr-Mannlicher GmbH
Herstellerland: Österreich
Modellvarianten: AMR 5075
IWS 2000
Waffenkategorie: Anti-materiel rifle
Ausstattung
Gesamtlänge: 1800 mm
Lauflänge: 1200 mm
Technische Daten
Kaliber: 15,2 × 169
Mögliche Magazinfüllungen: 5 Patronen
Munitionszufuhr: Kastenmagazin für 5 Patronen
Kadenz: 15–25 Schuss/min
Feuerarten: Einzelfeuer
Anzahl Züge: 0 (Glattrohr)
Visier: 10-fach-Zielfernrohr
Ladeprinzip: Rückstoßlader
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Das Steyr IWS 2000 (kurz für Infantry Weapon System 2000) ist ein Selbstlade-Scharfschützengewehr der Firma Steyr Mannlicher, das speziell für die Rolle eines Anti-materiel rifle, also eines Gewehres zur Bekämpfung mobiler bzw. stationärer Hart/Weichziele, entwickelt wurde.

Geschichte

Gegen Ende der 1980er-Jahre kamen in der Firma Steyr-Mannlicher GmbH mit Sitz in Österreich Überlegungen über eine neuartige Waffe auf, die einzelnen Soldaten die Möglichkeit bieten sollte, diverse gepanzerte und ungepanzerte Fahrzeuge (abgesehen von Kampfpanzern) sowie Radaranlagen oder Hubschrauber bekämpfen zu können. Da in den USA die Bedeutung von Scharfschützenwaffen im Kaliber 12,7 × 99 mm NATO immer größer wurde und aufgrund der Tatsache, dass herkömmliche Gewehre oder Maschinengewehre die meisten gepanzerten Ziele nicht ausreichend erfolgreich bekämpfen konnten, begann bei Steyr die Entwicklung eines eigenen großkalibrigen Scharfschützengewehres. Zu diesem Zweck wurde eine neuartige Munition im Kaliber 14,5 × 207 mm entwickelt. Die Besonderheit dieser Patrone besteht darin, dass es sich um ein APFSDS-Geschoss handelt. Das IWS 2000 war somit auch die erste Langwaffe, die diese Munition verwendete. Bei Tests erwies sich das Gewehr als für die vorgesehene Aufgabe geeignet. Es wurde eine Durchschlagskraft von 40 mm Stahl auf 1000 m erreicht. Es folgten Abänderungen an Gewehr und Munition. Das Kaliber wurde auf 15,2 × 169 mm vergrößert. Die noch laufende Entwicklung befasst sich hauptsächlich mit der Verringerung des Gewichts von derzeit 18 kg sowie der Konstruktion eines fünfschüssigen halbautomatischen Prototyps. Weitere mögliche zukünftige Entwicklungen könnten eine vollautomatische Variante mit niedriger Kadenz sowie die Verwendung eines gezogenen Laufs zur Erprobung anderer Munitionsarten beinhalten.[1]

Munition

Das zuerst verwendete Kaliber 14,5 × 207 mm wurde bei späteren Verbesserungen am Gewehr auf 15,2 × 169 mm vergrößert. Das Geschossgewicht liegt bei 35 g und beinhaltet einen 20-g-Wolfram-Penetrator. Die „Hülse“ der Patrone besteht aus Kunststoff. Auf 2000 m ist die Bekämpfung von weichen Zielen wie LKWs oder Geländewagen möglich.

Einzelnachweise

  1. http://www.steyr-aug.com/amr.htm