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vom 29.11.2017, aktuelle Version,

Stixneusiedl

Stixneusiedl ist ein Ort der Gemeinde Trautmannsdorf an der Leitha auf dem Gebiet der gleichnamigen Katastralgemeinde und hat 580 Einwohner (Stand 1. Jänner 2017). Die Ortschaft war bis 1972 eine eigenständige Gemeinde.

Lage und Infrastruktur

Die Bahnhaltestelle Sarasdorf
Stixneusiedl (rechts oben) auf einem historischen Aufnahmeblatt

Die Ortschaft ist Teil der Gemeinde Trautmannsdorf an der Leitha. Stixneusiedl liegt südlich des Arbesthaler Hügellandes an der Budapester Straße B10 und ist somit mit Bruck an der Leitha und Wien verbunden. Bis in die 1950er Jahre führte die B10 durch das Ortsgebiet, heute gibt es eine Umfahrung. Im Ort befinden sich folgende öffentliche Einrichtungen: eine Feuerwehr, ein Musikheim, eine Polizeiwache, ein Fußballplatz, ein Tennisplatz, ein Kindergarten sowie eine Kirche und mehrere Heurigenlokale. Die Nachbarortschaften sind Arbesthal (im Norden), Göttlesbrunn (im Nordosten), Bruck an der Leitha (im Osten), Wilfleinsdorf (im Südosten), Sarasdorf (im Süden), Trautmannsdorf an der Leitha (im Südwesten) und Enzersdorf an der Fischa bzw. Margarethen am Moos (im Westen). Durch die Buslinie 272 und den ca. 2 km entfernten Bahnhof Sarasdorf hat der Ort eine Anbindung an den öffentlichen Verkehr.

Geschichte

Kriegszeiten

1683 fügten die Türken der Ortschaft großen Schaden zu. Die gesamte Ortschaft wurde niedergebrannt. Das Vieh und die Ernte wurde den Bauern weggenommen. Wer sich wehrte, wurde ermordet oder verschleppt. Die meisten Bewohner hatten aber, dank der Zuflucht in der Festung Trautmannsdorf, überlebt. Zur Wahrung des Zufluchtsrechtes waren die Bewohner schon 1501 vertraglich zu drei Tagen Robot jährlich für die Burg verpflichtet worden. Sämtliche Häuser waren noch 10 Jahre nach dem Türkeneinfall wegen der erlittenen Schäden steuerfrei. Die Pfarrkirche, die eine Ruine ohne Dach und Fensterscheiben war, wurde nach den Türkenzerstörungen wieder in Stand gesetzt.

Die Pfarrkirche

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul

Die erste Pfarrkirche von Stixneusiedl dürfte im 15. Jahrhundert erbaut worden sein. 1783, als Stixneusiedl eine selbstständige Pfarre wurde, war sie jedenfalls baufällig und zu klein. Außerdem war sie schwer zu erreichen, da die Kirche auf einem Berg liegt und es damals noch keine Kirchenstiege gab. Im Jahr 1852 wurde die Orgel gekauft, sie erklingt noch heute zur Ehre Gottes in der Kirche. Sie stammte von einem Orgelbauer in Neutitschein in Nordmähren. Die Kirche wurde im 19. und 20. Jahrhundert des Öfteren renoviert. 2013 bekam die Kirche ein neues Dach.

Römische Spuren

Schon die Römer hinterließen Spuren in der Gegend um Stixneusiedl. So wurden 1816 auf der "Alm" Reste eines Mithras-Heiligtums gefunden. Stixneusiedl lag ja an einer römischen Reservestraße, die von Vösendorf über Himberg und Schwadorf nach Osten führte. In früheren Zeiten fanden sich bei den Messen auch immer wieder römische Münzen im Klingelbeutel.

Weinbau

Der Herrschaftskeller

In den vergangenen Jahren hatte "Stix", wie es von seinen Bewohnern genannt wird, dem Weinbau einen bescheidenen Wohlstand zu verdanken. Davon zeugen noch die vielen Weinkeller in den beiden Kellergassen. Auch der Herrschaftskeller der Batthyany, der die Jahreszahl 1742 trägt, zeigt vom damaligen Weinreichtum. In diesem Keller wurde der "Zehentwein" eingelagert und von da aus nach Wien gebracht oder im Herrschaftswirtshaus verkauft. Mit dem Auftreten der Reblaus im 19. Jahrhundert ging es mit dem Weinbau bergab. Heute gibt es zum Glück wieder sehr gute Weine in Stixneusiedl zu verkosten.

Drei-Monarchen-Treffen

Im Jahr 1515 fand östlich von Stixneusiedl das "Drei Monarchen Treffen" statt. Daran waren Kaiser Maximilian I., König Sigismund I. von Polen und König Ladislaus II. von Böhmen und Ungarn beteiligt.

Siehe auch