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vom 19.12.2016, aktuelle Version,

Tatort: Tödliche Souvenirs

Folge der Reihe Tatort
Originaltitel Tödliche Souvenirs
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Produktions-
unternehmen
ORF
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Einordnung Folge 536 (Liste)
Erstausstrahlung 22. Juni 2003 auf ORF
Stab
Regie Peter Sämann
Drehbuch Felix Mitterer
Musik Peter Ponger
Kamera Moritz Gieselmann
Schnitt Ingrid Koller
Besetzung

Tödliche Souvenirs ist der Titel eines Tatort-Krimis. Der ORF-Fernsehfilm nach einem Drehbuch von Felix Mitterer wurde am 22. Juni 2003 erstgesendet und ist die 536. Folge der Tatortreihe. Für den Kriminalhauptkommissar Moritz Eisner, alias Harald Krassnitzer, ist es der 9. Fall in dem er ermittelt, bei dem es um eine Mordserie an Touristen geht, die allesamt Stammgäste eines Hotels sind. Auf der Suche nach dem Motiv und dem Mörder müssen Eisner und seine Assistentin Gschnitzer weit in die Vergangenheit blicken.

Inhalt

In dem belebten Tourismusort Lahnenberg häufen sich tödliche Unfälle. Die Tatsache, dass bei allen Opfern Schneekugeln gefunden wurden, lässt eher auf eine geplante Tötung schließen, als auf zufällige Unfälle. Der Mörder hinterlässt bei jedem Opfer ein solches „tödliches Souvenir“. Auch wohnten sie im selben Hotel, welches nun Umsatzeinbußen befürchtet und sich dadurch der Erfolgsdruck auf das Ermittlerteam verstärkt.

Als Verdächtige gibt es den im Alpenhotel beschäftigten DJ und Animateur Jan Becker, der mit einem der Mordopfer tags zuvor einen handfesten Streit hatte. Außerdem kennt er sich als Animateur mit den Details der Freizeitsportarten gut aus, bei denen die Opfer zu Tode gekommen sind.

Auch Werner Kofler, der Bruder des Lahnenberger Hotel-Kaisers ist verdächtig, da er sich mit der Art des modernen Tourismus ebenso wenig identifizieren kann wie dessen alter Vater. Zudem waren alle drei Opfer Stammgäste des Hotels. Und da das Hotel des Bürgermeisters Robert Stöckl kurz vor der Insolvenz steht, weil er dem Konkurrenzdruck der Koflers nicht mehr gewachsen ist, hätte auch er allen Grund ihnen zu schaden.

Bei ihren Ermittlungen stoßen Eisner und Gschnitzer auf einen älteren Vorfall, bei dem ein Gast des Alpenhotels zu Tode gekommen ist. Die Zeugen, die diesen Unfall bestätigten waren genau die Gäste, die gerade nacheinander umgebracht wurden. So nehmen die Ermittler Markus Kofler genauer unter die Lupe und es stellt sich heraus, dass Markus Kofler vor ca.15 Jahren eine junge Frau vergewaltigt und ermordet hat. Obwohl alles von ihm als Unfall getarnt wurde, drohte jetzt aber doch das ganze ans Licht zu kommen, so hat aber nicht Markus Kofler die Morde detailliert geplant und ausgeführt, sondern der Jan Becker, der wie sich herausstellt, der Sohn der damals Getöteten ist. Alle die sich am Tod seiner Mutter mit schuldig gemacht haben, wollte er zur Rechenschaft ziehen. Am Ende gelingt es ihm sogar noch Werner Kofler umzubringen, bevor Eisner ihn festnehmen kann.

Hintergrund

Die Dreharbeiten fanden im Jahr 2002 statt, die Aufnahmeorte waren das Mieminger Plateau und das Ötztal.[1] Die Außenaufnahmen des Hotels entstanden in Seefeld in Tirol.

Rezeption

Einschaltquoten

6,53 Millionen Zuschauer sahen die Folge Tödliche Souvenirs in Deutschland bei ihrer Erstausstrahlung am 22. Juni 2003, was einem Marktanteil von 23,0 % entsprach.[2]

Kritiken

Rainer Tittelbach von tittelbach.tv meint, dass Fünf tote Touristen – nicht die beste Werbung für einen Tiroler Urlaubsort sind, aber Die Austria-“Tatorte” sind eine willkommene Abwechslung im deutschen Großstadtkrimi-Dschungel. womit er sicher Recht hat. auch mit der Feststellung, dass Roswitha Szyszkowitz Sophie Rois nicht an Charisma ersetzen kann und "Tödliche Souvenirs" dennoch ein spannendes, atmosphärisches Krimi-Schmankerl. ist.[3]

moviesection.de urteilt nicht allzu positiv über diesen neuen Fall in den Bergen. So heißt es unter anderem:

„Drehbuchautor Felix Mitterer kreiert einen Fall, der konstruiert wirkt - und das von der ersten bis zur letzten Minute. Zwar sind manche Elemente, die zur Verwirrung des Zuschauers führen sollen, ordentlich erschaffen, das Ergebnis bleibt dennoch das Gleiche. Während Eisner noch rätselt, weiß der Zuschauer schon lange, wer hier der Mörder ist, beziehungsweise wer als einziger in Frage kommt. Als des Rätsels Lösung präsentiert wird, überrascht das niemanden mehr so richtig.“

Thomas Ays : moviesection.de [4]

Tv-Spielfilm beurteilt diese Tatortepisode als einen Düsterer Heimatkrimi jenseits der Ski-Idylle [5]

Einzelnachweise

  1. Tirol Tatort - Tödliche Souvenirs auf der Webseite von cineirol.com, abgerufen am 16. Dezember 2016.
  2. Tödliche Souvenirs beim Tatort-Fundus
  3. Tatort – Tödliche Souvenirs bei tittelbach.tv, abgerufen 12. Mai 2013.
  4. Tatort - Tödliche Souvenirs bei moviesection.de, abgerufen 12. Mai 2013.
  5. Kurzkritik bei tvspielfilm.de, abgerufen 12. Mai 2013.