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vom 18.05.2017, aktuelle Version,

Teerag-Asdag

TEERAG-ASDAG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1914 (als Teerag AG,[1] Name seit 1964)[2]
Auflösung 2016
Auflösungsgrund Integriert in Porr
Sitz Wien 10, Absberggasse 47
Mitarbeiter 2750 (2014)[1]
Umsatz 565  Mio € (Schätzung, 2014)[1]
Branche Baukonzern
Website teerag-asdag.at

Die Teerag-Asdag war ein österreichisches Bauunternehmen mit Sitz in Wien. Sie gehört zur Porr-Gruppe und war innerhalb dieser vorwiegend für den Tief- und Straßenbau zuständig.

Geschichte

Die Teerag AG wurde November 1914 gegründet, primär, um den anfallenden Rohteer des Gaswerks der Stadt Wien zu verwerten.[2][3] Sie war damals in der Marxergasse im 3. Bezirk ansässig.

Die Asdag GmbH, eine Firma für Asphaltierung und Dachdeckung, wurde 1920 erworben.

Der Firmenname TEERAG-ASDAG AG besteht seit 1964, als der Anteil der Asphaltarbeiten vorrangig wurde.[2]Die gemeindeeigene Firma wurde zu einem der wichtigsten Straßenbauunternehmen Österreichs. 1969 hatte die Firma einen Umsatz von einer halben Milliarde Schilling.[4] 1991, kurz vor der Privatisierung, betrug der Umsatz 2,84 Milliarden Schilling (200 Mio. €).[5]

2000 wurde die Porr Mehrheitseigentümer,[6] 2011 übernahm diese auch die Anteile von den Wiener Stadtwerken und ist seither Alleineigentümer.

Am 3. September 2016 wurde Teerag-Asdag in die Muttergesellschaft Porr integriert.

Unternehmensstruktur

Die Teerag-Asdag ist eine vollkonsolidierte Tochter der PORR-Gruppe. Die Anteile der PORR-Gruppe werden mit etwa 52 % bei deren ABAP Beteiligungs Holding GmbH, und dem Rest der Anteile direkt bei der PORR AG.[1] Die Teerag-Asdag AG verfügt über eigene Stabsstellen, acht Bundesländer-Niederlassungen,[7] und einen Fachbereich Bitumen & Chemie für Baustoffe und Materialforschung.[7]

Zum Unternehmen gehören darüber hinaus u.a. folgende Beteiligungen:

  • Allgemeine Straßenbau GmbH (ALLBAU)[8]
  • Wiener Betriebs- und Baugesellschaft m.b.H. (WIBEBA, 1941 als Energie- und Wasserversorger der Gemeinde Wien gegründet, Teil der Bauring Wien, dann Wiener Holding, 1990er sukzessive privatisiert)[9]
  • die IAT-Gruppe (Innovative Abdichtungs Technologie), eine Gruppe mit IAG in Österreich, Deutschland, Italien, BAUVEG in der Schweiz (Gunimperm), Tschechien, Kroatien, sowie Impertunel in Spanien[10]
  • TEERAG-ASDAG Deutschland

Leistungsspektrum

Die Hauptagenden der Teerag-Asdag umfassen heute Tiefbau, Straßenbau, Asphaltierungen, Pflasterungen, Kanalbau, Kläranlagenbau, Leitungsbau, Gleisbau, Brückenbau, Ingenieurbau, Hohlraumbau, Kraftwerksbau, Abdichtungen und Isolierungen, Polymerbitumen, Bitumenemulsionen, Spezialprodukte auf Bitumenbasis, Betonbau und Bauchemie.[1]

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 Firma TEERAG-ASDAG Aktiengesellschaft. Firmenbuchdaten Creditreform/firmenabc.at
  2. 1 2 3 Unternehmen: Geschichte, teerag-asdag.at, abgerufen 17. September 2014.
  3. Gemeinde Wien: Das neue Wien: Städtewerk. Band 3, Verlag Das Neue Wien, 1927, Kapitel Teerag A.G., S. 358 ff
  4. Gerald Schlag: Burgenland: Wirtschaft, Band 4 von Lorenz Karall-Stiftung: Burgenland: Geschichte, Kultur und Wirtschaft in Biographien, , Verlag Edition Rötzer, 1994, ISBN 978-385374250-1, Kapitel Teerag-Asdag Aktiengesellschaft, S. 69 f
  5. Österreichischer Arbeiterkammertag, Österreichischer Gewerkschaftsbund: Arbeit und Wirtschaft, Band 45, 1991, Effiziente Asphaltwirtschaft, S. 27 f (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. vergl. etwa Andreas Resch: Kartelle in Österreich: historische Entwicklungen, Wettbewerbspolitik und strukturelle Aspekte. Band 23 von Österreichische Gesellschaft für Unternehmensgeschichte: Veröffentlichungen der Österreichischen Gesellschaft für Unternehmensgeschichte, Verlag Manz, 2003, ISBN 978-321411700-9, S. 117, 120, 130 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. 1 2 Unternehmen: Struktur und Unterseiten, teerag-asdag.at, abgerufen 17. September 2014.
  8. Firma Allgemeine Straßenbau GmbH in Wien. Firmenbuchdaten Creditreform/firmenabc.at
  9. Unternehmen: Geschichte, wibeba.at, abgerufen 17. September 2014.
  10. Standorte, i-a-t.at, abgerufen 17. September 2014.