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vom 29.03.2018, aktuelle Version,

Tegetthoff-Denkmal

Das Tegetthoff-Denkmal auf dem Praterstern in Wien

Das Tegetthoff-Denkmal in Wien wurde von Carl Kundmann (Statue) und Carl von Hasenauer (Architektur) gestaltet und erinnert an Wilhelm von Tegetthoff, Vizeadmiral und Kommandant der österreichischen bzw. österreichisch-ungarischen Kriegsmarine in den 1860er Jahren. Es steht, enthüllt am 21. September 1886, auf dem Praterstern am Ende der Praterstraße im 2. Wiener Gemeindebezirk, Leopoldstadt, an einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt Wien.

Auf einem etwa 5 m hohen, von kämpfenden Pferden umgebenen Sockel steht eine ca. 11 m hohe Marmorsäule, mit einem Anker und seitlich mit je drei bronzenen Schiffsschnäbeln verziert. Auf der Säule ist die 3,5 m hohe, bronzene Statue des Admirals angebracht.

Die Planung für das Denkmal hatte in Tegetthoffs Todesjahr 1871 begonnen, doch wurde lang keine Einigung über den Standort erzielt. 1872 wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem der Schweizer Bildhauer Ferdinand Schlöth mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde. Dieser Entwurf stieß aber auf Widerstand und wurde schließlich nicht realisiert.[1]

Der letztlich gewählte Standort garantierte durch den benachbarten Nordbahnhof, den damals wichtigsten Bahnhof Wiens, und den nahen Wurstelprater, den großen Vergnügungspark der Stadt, maximale Passantenfrequenz.

Das Denkmal wurde 20 Jahre nach Tegetthoffs größtem Erfolg, dem Sieg in der Seeschlacht von Lissa, in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph I. enthüllt.

Bis 2018 wurde das Denkmal restauriert, das Budget dafür betrug 897.000 Euro.[2]

Galerie

Einzelnachweise

  1. Stefan Hess / Tomas Lochman (Hg.), Klassische Schönheit und vaterländisches Heldentum. Der Basler Bildhauer Ferdinand Schlöth (1818–1891), Basel 2004, S. 61, 64, 71, 212.
  2. Tegetthoff-Denkmal in Kulturausschuss vom 12. Jänner 2016, Post 45
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