unbekannter Gast
vom 15.05.2017, aktuelle Version,

Theodor Johann Jaeger

Theodor Johann Jaeger (* 25. Mai 1874 in Šurany, Slowakei; † 26. Oktober 1943 in Wien) war ein österreichischer Architekt und Bauingenieur.

Leben

Theodor Johann Jaeger wurde in Nagysurány im damaligen Ungarn geboren. Er war der Sohn eines aus Mainz stammenden höheren Beamten, der sich nur vorübergehend, beruflich in Ungarn aufhielt. Die Familie übersiedelte später nach Wien, wo Jaeger an der Technischen Hochschule studierte und mit Auszeichnung abschloss. Er arbeitete kurz als Hochschulassistent und anschließend im Ruhrgebiet in der Bauhütte Gute Hoffnung. In Wien zurück erhielt er eine Anstellung im Wiener Stadtbauamt, wo er 30 Jahre beschäftigt war. Seine Fachgebiete waren vorerst der Straßenbau und später in der Stadtregulierungsabteilung, wo er unter anderem an einer neuen Bauordnung mitarbeitete. Zuletzt war er Direktor der Hochbauabteilung.

Jaeger war auch musisch begabt und dichtete auch zeitweilig. Er war verheiratet, seine Ehe blieb aber kinderlos.

Wirken

Sein bekanntestes Bauwerk war die 1910 eröffnete Strudlhofstiege in Wien, die zur Überbrückung des Niveauunterschiedes der Liechtensteinstraße und der Strudlhofgasse errichtet wurde.

Neben diesem Bauwerk plante er vor allem Industriebauten, die aber nicht diese Bekanntheit erlangten. Ein nicht durchgeführtes Projekt ist sein Verbauungsplan für Reichenberg.

Publikationen

  • Der Wohnbau auf Wiener Boden. In: Festschrift, anlässlich der 100 Jahrfeier des Wr. Stadtbauamtes. Wien 1935,S.187ff

Literatur

  • Festschrift, herausgegeben anläßlich der 100 Jahrfeier des Wiener Stadtbauamtes. Wien 1935
  • Theodor Goecke: Von den Wettbewerbsentwürfen zu einem Verbauungsplan für Reichenberg in Böhmen mit Umgebung. In: Der Städtebau Heft 10, 1913, S. 110.
  • G. Martin: Von der Würde einer Böschung – Johann Theodor Jäger, der vergessene „Meister der Stiegen“. in Steine sprechen, 1977, H.54, S.12ff
  • H. Pemmer / N. Lackner: Die Währinger Straße, Wien 1968