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vom 14.12.2016, aktuelle Version,

Thomas Lindenberger

Thomas Lindenberger (* 12. Oktober 1955 in Heidelberg) ist ein deutscher Neuzeit-Historiker.

Leben

Kindheit und Jugend verbrachte er in Berlin (West), wo er auch an der Freien Universität sowie an der Technischen Universität Geschichte, Philosophie und Volkswirtschaftslehre studierte. 1981 war Thomas Lindenberger Mitbegründer der Berliner Geschichtswerkstatt e.V. und des bundesweiten Zusammenschlusses von Geschichtswerkstatt e.V. Thomas Lindenberger promovierte 1992 zur Sozialgeschichte der öffentlichen Ordnung im späten Kaiserreich. Danach wandte er sich der DDR-Geschichte zu und habilitierte sich 2002 an der Universität Potsdam mit einer Studie zur Herrschaftspraxis und öffentlichen Ordnung in der DDR, hier wurde er auch 2008 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Seit 1996 ist er Projekt- bzw. Abteilungsleiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF). Von 2009 bis 2012 war er Leiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Europäische Geschichte und Öffentlichkeit der Ludwig Boltzmann Gesellschaft in Wien.

Thomas Lindenberger ist Mitbegründer (1991) und seitdem Mitherausgeber der Zeitschrift WerkstattGeschichte; ferner ist er Mitglied im Editorial Board der Zeitschrift Contemporary European History.

Werke

  • Conflicted Memories, Hrsg. zusammen mit Konrad H. Jarausch, Berghahn, New York/Oxford 2007.
  • Massenmedien im Kalten Krieg, Hrsg., Böhlau, Köln 2006.
  • Vergangenes Hören und Sehen. In: Zeithistorische Forschungen, Jg. 1 (2003) 1[1]
  • Volkspolizei, Böhlau, Köln 2003.
  • Herrschaft und Eigen-Sinn in der Diktatur, Böhlau, Köln 1999.
  • Physische Gewalt, Hrsg. zusammen mit Alf Lüdtke, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1995.
  • Straßenpolitik, Dietz, Bonn 1995.
  • mit Jürgen W. Falter, Siegfried Schumann: Wahlen und Abstimmungen in der Weimarer Republik, Beck, München 1986, ISBN 3-406-31583-6.

Einzelnachweise

  1. http://www.zeithistorische-forschungen.de/site/40208148/default.aspx