unbekannter Gast
vom 03.10.2017, aktuelle Version,

Thomas Lindenberger

Thomas Lindenberger (* 12. Oktober 1955 in Heidelberg) ist ein deutscher Neuzeit-Historiker.

Leben

Lindenberger verbrachte seine Kindheit und Jugend in West-Berlin, wo er später an der Freien Universität sowie der Technischen Universität ein Studium der Geschichte, Philosophie und Volkswirtschaftslehre absolvierte. Er gehörte 1981 zu den Mitbegründern der Berliner Geschichtswerkstatt e.V. und des bundesweiten Zusammenschlusses von Geschichtswerkstatt e.V. Lindenberger wurde 1992 mit einer Arbeit zur Sozialgeschichte der öffentlichen Ordnung im späten Kaiserreich an der TU Berlin zum Dr. phil. promoviert. Danach wandte er sich der DDR-Geschichte zu und habilitierte sich 2002 mit einer Studie zur Herrschaftspraxis und öffentlichen Ordnung in der DDR an der Universität Potsdam, wo er 2008 auch zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde. Zwischen 1996 und 2017 war Lindenberger als Projekt- bzw. Abteilungsleiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) tätig. Von 2009 bis 2012 leitete er das Ludwig-Boltzmann-Instituts für Europäische Geschichte und Öffentlichkeit der Ludwig Boltzmann Gesellschaft in Wien. Zum 1. Oktober 2017 wurde Lindenberger zum Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung an der Technische Universität Dresden ernannt.[1]

Lindenberger ist Mitbegründer (1991) und seitdem Mitherausgeber der Zeitschrift WerkstattGeschichte; ferner ist er Mitglied im Editorial Board der Zeitschrift Contemporary European History.

Werke

Monografien

Herausgeberschaften

Einzelnachweise

  1. Neuer Direktor für das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden berufen. medienservice.sachsen.de, 20. September 2017, abgerufen am 21. September 2017.