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vom 08.06.2017, aktuelle Version,

Tourismusschulen Villa Blanka

Tourismusschulen Villa Blanka Innsbruck
Schulform Berufsbildende höhere und mittlere Schule; Aufbaulehrgang für Tourismus
Gründung 1950
Ort Innsbruck
Bundesland Tirol
Staat Österreich
Koordinaten 47° 16′ 45,6″ N, 11° 23′ 51,6″ O
Träger Wirtschaftskammer Tirol (Fachgruppen Gastronomie und Hotellerie)
Schüler ca. 350
Lehrkräfte ca. 50
Leitung Peter Kreinig (Direktor), Carina Falk (Internatsleiterin)
Website www.villablanka.com

Die Tourismusschulen Villa Blanka (oft auch Ausbildungszentrum für Tourismus) in Innsbruck bestehen aus einer Höheren Lehranstalt für Tourismus, Hotelfachschule und einem Aufbaulehrgang. Die Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht existiert seit 1950 und gilt damit als älteste Tourismusschule Tirols.[1]

Lage und Gebäude

Das Direktionsgebäude mit den 1. bis 3. Klassen und dem Internat in den obersten Stockwerken.

Die Schule liegt im Norden Innsbrucks, am Fuße der Nordkette in der Nähe des Alpenzoo. Die direkt bei der Schule liegende Bushaltestelle wird von der Buslinie W der IVB bedient, welche die Strecke Marktplatz-Alpenzoo-Marktplatz fährt.

Der Komplex Villa Blanka besteht aus drei Schulgebäuden (Direktionsgebäude, Restaurant und Anbau), einem Mädchen- und Jungeninternat und einem schuleigenen Café-Restaurant namens N°8. Die Zimmer der sogenannten Villa Halhuber, die früher auch als Internat genützt wurden, werden mittlerweile an Studenten vermietet.
Außerdem beherbergt die Villa Blanka das Management Center Innsbruck (MCI III) mit dem Zweig Tourismus- und Freizeitwirtschaft.

Zurzeit besuchen etwa 350 Schüler die Schule, die von ca. 50 Lehrkräften unterrichtet und betreut werden.

Die Schule ist eine Privatschule, das heißt, es sind ein Schulgeld und gegebenenfalls die Kosten für die Unterbringung und Verpflegung im Internat zu bezahlen. Für alle Schüler gibt es in der Aula der Schule ein dreigängiges Mittagessen, für die internen Schüler gibt es zusätzlich ein Frühstück und ein warmes Abendessen.

Ausbildungsangebot und Ausstattung der Schulgebäude

Das Ausbildungsangebot umfasst neben einer 5-jährigen Höheren Lehranstalt für Tourismus (Abschluss mit Matura) eine 3-jährige Hotelfachschule (Abschluss als Hotelkaufmann/Hotelkauffrau) sowie einen 3-jährigen Aufbaulehrgang (Abschluss mit Matura), der speziell für die Abgänger der Hotelfachschule und anderen Fachschulen gedacht ist.

In den drei Ausbildungszweigen werden die Grundlagen für Berufe in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft unterrichtet. Für den EDV-Unterricht stehen rund 140 Computerarbeitsplätze in 5 Computersälen zur Verfügung und zusätzlich sind alle 3. bis 5. Klassen der Höheren Lehranstalt sogenannte „Laptop-Klassen“ mit WLAN-Zugang. Englisch, Französisch und Italienisch werden als Fremdsprachen gelehrt. Der Besuch der Begabtenförderung in den höheren Klassen und die Ablegung von Prüfungen zur Erlangung internationaler Sprachzertifikate ist ebenfalls möglich.

Durch verpflichtende Sommerpraktika, Einsätze im schuleigenen Restaurant und Einsätze bei verschiedenen Anlässen soll eine Verbindung zur beruflichen Praxis hergestellt und der Unterricht ergänzt werden.

Zusatzqualifikationen

Im Rahmen der Ausbildung gibt es an der Villa Blanka zusätzliche Kurse, mit denen die Schüler weitere Zertifikate erhalten können.

Derzeit gibt es folgende Angebote (Auswahl):[2]

  • Jungsommelièr/e Österreich (Diplom)
  • JungbarkeeperIn (Diplom)
  • DiplomierteR KäsekennerIn in Österreich (Diplom)
  • Meisterklasse - "Kochen mit Genuss" (Urkunde)
  • Patisserie - "Süße Küche" (Urkunde)
  • EBCL (Zertifikat)
  • ECDL (Zertifikat)

Anmeldung und Aufnahme

Für die 3-jährige Hotelfachschule und die 5-jährige höhere Lehranstalt sind die Vollendung des 14. Lebensjahres und die erfolgreiche Beendigung der 8. Schulstufe Voraussetzung.

Bewerberinnen und Bewerber für die 3-jährige Hotelfachschule, die aus einer Allgemeinbildenden Höheren Schule, einer Neuen Mittelschule (Vertiefte Allgemeinbildung in allen drei Pflichtgegenständen oder grundlegende Allgemeinbildung) oder einer Polytechnischen Schule kommen, müssen keine Aufnahmeprüfung ablegen. Bewerber von einer Neuen Mittelschule (Grundlegende Allgemeinbildung in 1 - 3 Pflichtgegenständen mit Genügend) sowie von ausländischen Schulen müssen eine Aufnahmeprüfung in Deutsch, Englisch und Mathematik absolvieren.

Bewerberinnen und Bewerber für die 5-jährige höhere Lehranstalt für Tourismus, die aus einer Allgemeinbildenden Höheren Schule, einer Neuen Mittelschule (Vertiefte Allgemeinbildung in allen drei Pflichtgegenständen) oder aus einer Polytechnischen Schule kommen, müssen keine Aufnahmeprüfung ablegen. Bewerber von einer Neuen Mittelschule (Grundlegende Allgemeinbildung in 1 - 3 Pflichtgegenständen mit Genügend) oder von ausländischen Schulen müssen eine Aufnahmeprüfung in Deutsch, Englisch und Mathematik absolvieren.

Die Anmeldung für eine Aufnahme in das kommende Schuljahr beginnt immer im Jänner, die Aufnahmeprüfungen finden meist Anfang Juli statt.[3]

Internate

In den Internaten sind derzeit etwa 150 Schüler untergebracht. Sie verfügen über 2-, 3- und 4-Bett-Zimmer. Jedes Zimmer ist mit einem Bad mit Dusche und einer Toilette ausgestattet. Die Ausgangsregelung ist in der 1. Klasse sehr strikt mit nur zwei Stunden Ausgang pro Woche, diese Regelung wird aber jedes Schuljahr erweitert, bis die Schüler ab der 4. Klasse schließlich kommen und gehen können, wann sie wollen.

Für die Internatsschüler wird ein freiwilliger Stützunterricht in den Fächern Englisch, Französisch, Italienisch, Informations- und Office-Management, Rechnungswesen und Mathematik angeboten, der bei absinkenden Leistungen des Schülers/der Schülerin verpflichtend wird.[4]

Zu den Räumlichkeiten im Internat gehören mehrere Fernsehräume, mehrere Lernräume, eine Dachterrasse und ein Fitnessraum. Zusätzlich können die Internatsschüler den Turnsaal und einen EDV-Saal benutzen. Seit 2016 ist das gesamte Internat mit flächendeckendem WLAN ausgestattet.

Für die Schüler im Internat gibt es zusätzlich zum Mittagessen noch Frühstück und Abendessen.[5]

Café-Restaurant

Direkt an das Schulgebäude angeschlossen ist das zur Villa Blanka gehörende Café-Restaurant mit dem Namen N°8, welches im Februar 2016 neu eröffnet wurde. In diesem müssen die Schüler pro Jahr eine gewisse Anzahl an Stunden in der Küche oder im Service abarbeiten. Im Restaurant und der Aula der Schule finden regelmäßig private Veranstaltungen mit bis zu 400 Gästen statt, bei denen die Schüler servieren und kochen müssen. Das soll einen Praxisbezug herstellen.[6]

Aufgrund des Platzmangels wurde das Restaurant im zweiten Halbjahr 2015 baulich aufgestockt. Dabei wurde um ca. 3,8 Mio. Euro ein zusätzliches Stockwerk mit Seminarräumen und Büros gebaut.[7][8]

Bekannte Absolventen

Einzelnachweise

  1. Christian-Josef Schrattenthaler: Die Villa Blanka. In: www.villablanka.com. Abgerufen am 3. April 2016.
  2. Christian-Josef Schrattenthaler: Zusatzqualifikationen. In: www.villablanka.com. Abgerufen am 3. April 2016.
  3. Christian-Josef Schrattenthaler: Aufnahme. In: www.villablanka.com. Abgerufen am 3. April 2016.
  4. Christian-Josef Schrattenthaler: Stützunterricht. In: www.villablanka.com. Abgerufen am 3. April 2016.
  5. Internate. In: www.villablanka.com. Abgerufen am 3. April 2016.
  6. sushiseven newmedia solutions | www.sushiseven.com: Villa Blanka >> Café Restaurant >> an einem der schönsten Plätze Innsbrucks. In: restaurant.villablanka.com. Abgerufen am 3. April 2016.
  7. Millionen für Ausbau der Villa Blanka - tirol.ORF.at. In: tirol.orf.at. Abgerufen am 3. April 2016.
  8. Tiroler Tageszeitung Online: Villa Blanka: Raumnot ist akut, Ausbau soll helfen | Tiroler Tageszeitung Online - Nachrichten von jetzt! In: Tiroler Tageszeitung Online. Abgerufen am 3. April 2016.