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vom 28.04.2018, aktuelle Version,

Traunviertel

Karte

Das Traunviertel (in Gemeindenamen auch Traunkreis) ist nach dem Fluss Traun benannt, der ursprünglich die nordwestliche Abgrenzung dieses Landesteiles von Oberösterreich bildete.

Traditioneller Landesteil

Die Region leitet sich aus dem mittelalterlichen Traungau her.

Seit der Bildung der Politischen Bezirke 1868 haben die Viertel in Oberösterreich keine rechtliche Grundlage mehr und sind reine Landschaftsbezeichnungen. Dabei wurde die ältere Kreiseinteilung ersetzt, die sich noch an den alten Vierteln orientierte.

Das Traunviertel als südöstlicher Teil grenzt im Südwesten an den Tennengau, im Süden an den Bezirk Liezen und im Osten an das Mostviertel.

Übersetzt in die heutige Verwaltung umfasst das Viertel folgende Politische Bezirke:

NUTS-Gliederung: AT315

In der für die amtliche Statistik der EU geführte NUTS-Gliederung wird Traunviertel abweichend definiert und ist eine der fünf Gruppen von Bezirken (Ebene NUTS:AT-2) in Oberösterreich, trägt den Code AT315 und umfasst die Bezirke Gmunden und Vöcklabruck, wurde also verkleinert und greift weiter westlich aus.

Die östlichen Teile des traditionellen Traunviertels bilden die NUTS-Region Steyr-Kirchdorf, die nordöstlichen gehören zu Linz-Wels. Das entspricht auch dem modernen Raumordnungskonzept, in dem der Oberösterreichische Zentralraum als „fünftes“ Viertel herausgegriffen ist.

Geschichte

Ursprünglich war die Gegend des Traunviertels, der Traungau, Besitz der Traungauer Grafen, der Otakare, und es gehörte bis 1254 zum Herzogtum Steiermark. Mit dem Vertrag von Ofen 1254 zwischen Ottokar II. Přemysl und dem Ungarnkönig Béla IV. wurde das Gebiet von der Steiermark abgetrennt und zum Kernland des heutigen Oberösterreichs.

Fotos

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Einzelnachweise