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vom 14.06.2020, aktuelle Version,

U-Bahn-Station Altes Landgut

Altes Landgut
U-Bahn-Station in Wien
Aufnahmsgebäude im Verteilerkreis
Basisdaten
Bezirk: Favoriten (10. Bezirk)
Koordinaten: 48° 9′ 45″ N, 16° 22′ 59″ O
Eröffnung: 2. September 2017
Gleise (Bahnsteig): 2
Stationskürzel: AT
Nutzung
Linie(n):
Umsteigemöglichkeiten: 15A N67
Die südliche Verlängerung der U1, Informationstafel

Die U-Bahn-Station Altes Landgut ist eine Station der Linie U1 im 10. Wiener Bezirk, Favoriten. Die Eröffnung erfolgte am 2. September 2017. Sie ist Teil der Verlängerung der U1 vom Reumannplatz nach Oberlaa.

Stationsanlage

Die Station Altes Landgut wurde ca. 1,6 km südlich des Reumannplatzes in Tieflage unter dem Platz namens Altes Landgut, in Meldungen für den Autoverkehr als Verteilerkreis Favoriten bekannt, und unter der Favoritenstraße errichtet. Der Name stammt von einer um 1900 demolierten Gastwirtschaft am Nordhang des Laaer Berges. Der heutige Platz befindet sich auf der Kuppe des Berges, daher handelt es sich, was die Seehöhe betrifft, um die höchstgelegene Station der U1 bzw. des gesamten Wiener U-Bahn-Netzes.

Die Station bedient den FH Campus Wien, das Fußballstadion Generali Arena und das Sommerbad Laaerbergbad, alle drei in unmittelbarer Nähe. Weiters kann man hier (wie zuvor von der Straßenbahnlinie 67) in die Autobuslinie 15A umsteigen, die die Route der U1 quert und Meidling (U4, U6) tangential mit Simmering (U3) verbindet. Inwieweit die Station von Verkehrsteilnehmern der im Laaerbergtunnel zwischen dem Alten Landgut und der U-Bahn-Trasse verlaufenden Südosttangente (A23) zu „Park & Ride“ benützt werden wird, hängt vom Ausbau der Parkplätze nahe der Station ab.

Dazu und zum geplanten Bau eines neuen Stadtteils um die U-Bahn-Station bzw. den Verteilerkreis wurde im Frühjahr 2014 eine Presseaussendung des Planungsressorts der Wiener Stadtverwaltung publiziert.[1] Ende 2015 gab Projektpartner Asfinag bekannt, dass der Bau des neuen Stadtteils aus wirtschaftlichen Erwägungen um einige Jahre verschoben wird.[2]

Im Jahr 2020 wurde eine Brake Energy-Anlage als zweite dieser Art in Wien in Betrieb genommen. Dabei wird die Bremsenergie der einfahrenden Züge nicht nur zurück in das Bahnnetz gespeist, sondern über einen Wechselrichter auch zur Spannungsversorgung der Stationseinrichtungen, wie Beleuchtung, Rolltreppen o. ä., verwendet.[3]

Ausgestaltung

Im Verteilergeschoß der Station wurden die Wände der Rolltreppenanlage durch den Schweizer Computerkünstler Yves Netzhammer mit dem großformatigen Wandbild Gesichtsüberwachungsschnecken versehen. Die insgesamt 63 stilisierten Porträts sind eine spielerische Hommage an die Vielfalt der Menschen und an die allgegenwärtige Überwachung durch Gesichtserkennung. Es sind humorvolle Darstellungen mit vielen liebevollen Details. Die Zeichnungen wurden mittels Folienschablonen-Technik und einem speziellen Interferenz-Lack (einem sogenannten Flip-Flop-Effektlack) auf den Metallplatten angebracht. Der Flip-Flop-Lack führt dazu, dass die Farbigkeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln anders wahrgenommen wird; die Zeichnungen scheinen sich daher beim Vorbeifahren auf der Rolltreppe zu verändern.

Ebenfalls im Verteilergeschoß befindet sich eine kleine Figur der hl. Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute.

Galerie

Commons: U-Bahn-Station Altes Landgut  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Neuer Stadtteil am Verteilerkreis, Meldung vom 3. April 2014 auf der Website des ORF, Abschnitt Wien
  2. Verbauung des Verteilerkreises verschoben; Meldung auf der Website des ORF vom 22. Dezember 2015.
  3. Wiener U-Bahn als Kleinkraftwerk auf ORF vom 14. Juni 2020 abgerufen am 14. Juni 2020
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