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vom 26.05.2018, aktuelle Version,

Udo Arnold

Udo Arnold (* 6. September 1940 in Leitmeritz, Nordböhmen) ist ein deutscher Historiker und Hochschullehrer. Wie kaum ein anderer kennt er die Geschichte des Deutschen Ordens.

Leben

Als Sohn eines Lehrerehepaars kam Arnold nach der Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei ins Bergische Land. Nach dem Abitur am Gymnasium Bergneustadt studierte er Geschichte, Osteuropäische Geschichte, Germanistik, Musikwissenschaft, Philosophie, Pädagogik, Kunstgeschichte und Rechtswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Am Historischen Seminar arbeitete er ab 1966 in einem Forschungsprojekt zur Landesgeschichte Preußens und zur Geschichte des Deutschen Ordens. 1967 magna cum laude zum Dr. phil. promoviert, leitete er ab 1968 das Deutschordenszentralarchiv in Wien.

Er kehrte 1970 nach Bonn zurück und habilitierte sich 1975 am Seminar für Geschichte, Didaktik der Geschichte und Politische Bildung der Pädagogischen Hochschule Rheinland. 1978 zum apl. Professor ernannt, vertrat er bis 1980 an der Universität Hannover den Lehrstuhl für Mediävistik. Ab 1986 leitete er den Projektbereich Ostdeutsche Landesgeschichte an der Universität Bonn. 1992 erhielt er eine Gastprofessur an der Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń, der er als Erasmus-Beauftragter verbunden blieb. Seit 1992 im Wechsel, seit 1997 allein war er Geschäftsführender Direktor seines Bonner Seminars. 2005 wurde er pensioniert und mit der ehrenamtlichen Fortführung der Seminarleitung betraut.

In der Erkenntnis, dass europäische Geschichte keine nationale sein kann, widmete Arnold sich seit 1965 vor allem der 800-jährigen Geschichte des Deutschen Ordens; denn dessen geistiger und politischer Einfluss reichte vom Heiligen Land bis in das Baltikum und nach Westeuropa. Mit ausländischen Autoren und Mitarbeitern machte Arnold diese Zusammenhänge auf Konferenzen in Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Lettland, Litauen, in den Niederlanden, in Norwegen, Österreich, Polen und Russland deutlich. Von 1974 bis 1995 leitete er die Historische Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung.

Arnold lebt in Bad Münstereifel.

Auszeichnungen

Stipendien und Preise

Orden

Ehrendoktorate

Ehrenämter

Mitgliedschaften

Werk

Publikationen

  • Deutscher Orden und Preußenland. Ausgewählte Aufsätze anlässlich des 65. Geburtstages, hg. von Bernhart Jähnig und Georg Michels. Marburg 2005 (mit Schriftenverzeichnis bis 2005)
  • Die Urkunden des Deutschordenszentralarchivs in Wien. Regesten, nach dem Manuskript von Marian Tumler herausgegeben, 1122-1526, 3 Bände, Marburg 2006–2007
  • Studien zur preussischen Historiographie des 16. Jahrhunderts Wellm, Bonn 1967, ISBN 3-921456-10-X (Dissertation Universität Bonn, Philosophische Fakultät 1967, 259 Seiten).

Herausgeber

  • Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens [2]
  • Tagungsberichte der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung
  • Einzelschriften der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung
  • Veröffentlichungen aus dem Projektbereich Ostdeutsche Landesgeschichte an der Universität Bonn

Ausstellungen

  • 800 Jahre Deutscher Orden. Nürnberg 1990
  • Kreuz und Schwert. Der Deutsche Orden in Südwestdeutschland, im Elsaß und in der Schweiz. Mainau 1991
  • Ridders en priesters. Acht eeuwen Duitse Orde in Noordwest-Europa. Alden Biesen 1992
  • Der Deutsche Orden im Bonner Raum. Bonn 2000

Einzelnachweise

  1. Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande
  2. VDG