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vom 16.04.2016, aktuelle Version,

Urban von Trennbach

Das Hochgrab des Bischofs in der Trennbach-Kapelle

Urban von Trennbach (* 10. Mai 1525 in St. Martin im Innkreis; † 9. August 1598 in Passau) war von 1561 bis 1598 Fürstbischof des Bistums Passau.

Leben

Trennbach studierte 1538 bis 1540 in Wien und seit 1542 als Passauer Domizellar in Ingolstadt. Ab 1545 setzte er sein Studium in Bologna und Padua fort. Eine Kavalierstour führte ihn bis Rom.

Wappenstein des Fürstbischofs (ausgestellt im Oberhausmuseum)

1550 wurde er in Regensburg, 1556 auch in Salzburg Mitglied des Domkapitels. Er übernahm 1550 das Amt eines Kellerers für die bayerischen und 1552 auch für die österreichischen Besitzungen des Kapitels. 1556 folgte seine Ernennung zum Dompropst in Passau.

Am 18. August 1561 wurde der 36-jährige zum Bischof von Passau gewählt, die päpstliche Bestätigung folgte am 19. November, die Weihe durch den Salzburger Erzbischof Johann Jakob von Kuen-Belasy am 5. April 1562. In den 37 Jahren seiner Amtszeit förderte er entschieden die Gegenreformation. Er gründete 1564 das Franziskanerkloster Passau und verpflichtete die Franziskaner zur Einrichtung eines philosophischen und theologischen Studiums, das 1587 errichtet wurde. Die Beschlüsse des Konzils von Trient setzte er in Bayern und während der Regierungszeit Rudolfs II. auch in Österreich durch.

Wirkung

Aus handelspolitischen Gründen ging Trennbach auf Distanz zu Bayern und band sein Bistum eng an die Habsburger. So setzte er nicht nur durch, dass sein Nachfolger aus dem Hause Habsburg kam, sondern bis zur Säkularisation in Bayern stammten von nun an alle Passauer Fürstbischöfe aus dem österreichisch-böhmischen Adel.

Er ist in dem imposanten Hochgrab der 1568 bis 1572 erbauten Trennbach-Kapelle im Kreuzgang des Passauer Domes begraben.

Literatur

  • Klaus Unterburger: Das Bayerische Konkordat von 1583 – Die Neuorientierung der päpstlichen Deutschlandpolitik nach dem Konzil von Trient und deren Konsequenzen für das Verhältnis von weltlicher und geistlicher Gewalt. W. Kohlhammer Verlag, 2006, ISBN 9783170185326, S. 493 f.
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