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vom 18.07.2017, aktuelle Version,

VÖEST-Brücke

VÖEST-Brücke
Die VÖEST-Brücke, Blick flussabwärts Richtung Osten
Überführt Mühlkreis Autobahn, Radweg
Unterführt Donau
Ort Linz
Konstruktion Schrägseilbrücke
Gesamtlänge 407 m
Breite 35 m
Anzahl der Öffnungen 4
Längste Stützweite 215 m
Konstruktionshöhe 4 m
Lichte Höhe 8 m ü. hsW
Baubeginn 1969
Fertigstellung 1972
Planer VÖEST
Lage
VÖEST-Brücke (Oberösterreich)
VÖEST-Brücke

Die VÖEST-Brücke (auch VOEST-Brücke, Voestbrücke) ist eine der drei Linzer Straßenbrücken über die Donau. Als Teil der A 7 Mühlkreis Autobahn ist sie eine Autobahnbrücke, dient aber auch dem innerstädtischen Verkehr und hat beidseits einen Weg für Radfahrer. Die Brücke hat eine Länge von 407 m, ihre Breite beträgt 34,86 m. Die Hauptöffnung hat eine Spannweite von 215 m, die Nebenöffnungen haben Spannweiten von 72 + 60 + 60 m.

Sie wurde zwischen 1969 und 1972 errichtet. Namensgeber ist der Linzer Stahlkonzern VÖEST.

Sie ist die erste Schrägseilbrücke, die in Österreich erbaut wurde. Den Unterbau errichteten die Arbeitsgemeinschaft Mayreder, Krauss & Co. und die Firma E. Hamberger, beide Linz. Der Überbau erfolgte durch die Vereinigte Österreichische Eisen- und Stahlwerke Aktiengesellschaft, Linz (VÖEST); die auch die Brücke geplant hatte.[1]

Bauwerk

Die Brücke verfügt über 6 Fahrstreifen. Davon sind zwei pro Fahrtrichtung Teil der Richtungsfahrbahn. Jeweils ein Fahrstreifen dient der Auffahrt oder Abfahrt für die Anschlussstellen nördlich (Knoten Linz-Urfahr) und südlich (Linz-Hafenstraße) der Brücke. Zusätzlich befindet sich auf beiden Außenseiten jeweils ein baulich abgetrennter Fahrradstreifen.

Markantes Element der Brücke ist ein 69,26 m hoher Pylon, der mittig in der Längsachse der Brücke steht. An ihm sind nach Norden und Süden jeweils drei harfenförmig angeordnete Stahlseile angebracht, welche die Fahrbahn tragen. Um dem Pylon und den Verankerungen der Schrägseile ausreichend Platz zu bieten, trennt ein 3,50 m breiter Mittelstreifen die beiden Richtungsfahrbahnen.

Der insgesamt 34,86 m breite Fahrbahnträger besteht aus einem durchgehenden Stahltragwerk mit einer orthotropen Platte. Er ist unterteilt in 2 × 3 jeweils 3,5 m breite Fahrstreifen, insgesamt 4 Seitenstreifen mit 1 m Breite zu beiden Seiten jeder Richtungsfahrbahn und den beiden Radwegen mit je 3,20 m Breite.[2]

Der Fahrbahnträger hat eine Bauhöhe von 4 m und eine lichte Höhe von 8 m über dem höchsten schiffbaren Wasserstand der Donau.

Renovierung

Die inzwischen 40 Jahre alte Brücke muss in nächster Zeit renoviert werden. Da die VOEST-Brücke eine der am stärksten befahrenen Straßen ist, soll diese zusätzlich durch zwei „By-Pässe“ entlastet werden. Sind diese 2017 und 2019 gebaut, könnte der Verkehr zunächst auf diese umgeleitet und so die Brücke renoviert werden. Danach ist die Hauptbrücke nur für die Autobahn und die By-Pässe für den Innenstadtverkehr vorgesehen.[3] Die Arbeitsgemeinschaft Bernard Ingenieure (Hall, Tirol) – RWT plus ZT GmbH (Wien) – Solid architecture (Wien) ist der Sieger des von der ASFINAG dazu durchgeführten Gestaltungswettbewerbs.[4]

  Commons: Voestbrücke  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. L. Burgholzer, E. Garn, O. Schimetta: Die 2. Donaubrücke Linz. In: Der Stahlbau, November 1973
  2. Planskizze A7-Voest Brücke Bestand in „Bypass“ – Brücken Linz zur Voestbrücke über die Donau. Projekt Schlaich Bergermann und Partner im Realisierungswettbewerb zur Bypass-Brücke (PDF; 5,8 MB)
  3. Renovierung der VÖEST-Brücke
  4. Neugestaltung Voestbrücke. Pressemitteilung vom März 2014 auf der Website der ASFINAG