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vom 07.12.2017, aktuelle Version,

VRVis

VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 2000
Sitz Wien (1220, Donau-City-Straße 11)
Leitung Gerd Hesina (Geschäftsführer),

Werner Purgathofer (wiss. Leitung)

Umsatz ca.  6,2 Mio. € (2016)[1]
Branche Angewandte Forschung, Entwicklung, Consulting
Website www.vrvis.at

Das VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung (VRVis) ist das größte unabhängige Forschungszentrum im Bereich Visual Computing in Österreich. Das VRVis ist eines der COMET-Kompetenzzentren der Stufe K1, und gehört damit zusammen mit den COMET-Kompetenzzentren der Spitzenstufe K2 zu den vom Bund geförderten Zentren der österreichischen Technologiepolitik.[2] Das VRVis[3] ist im Ares Tower in Wien angesiedelt.

Geschichte

Das VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung wurde im Januar 2000 im Rahmen des Kplus Kompetenzzentren-Programms, dem österreichischen Regierungsprogramm für Kooperation zwischen Industrie und Wissenschaft, von der Technischen Universität Wien gemeinsam mit zwei Instituten der Technischen Universität Graz, dem Österreichischen Forschungsinstitut für Artificial Intelligence (ÖFAI) und dem Center for Usability Research and Engineering (CURE) gegründet.

Gründungsinstitute:

Nach der Kplus-Förderung von 2000 bis 2007 wurde das VRVis in den Jahren 2008 und 2009 vom Wiener Programm "Vienna Spots of Excellence" gefördert, und seit dem 1. Jänner 2010 ist es COMET K1-Zentrum im Rahmen der Fortsetzung des Kplus-Programms. Im Jahre 2016 wurde eine weitere COMET K1-Förderung für die Periode 2017 bis 2024 genehmigt.

VRVis befand sich 2001–2017 im Tech Gate Vienna und ist seit 1. Juni 2017 im Ares Tower[9].

Organisation und Aufgaben

Das VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung ist ein Zusammenschluss von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich Visual Computing, unterstützt durch Fördermittel des Bundes und des Landes Wien. Die nicht auf Gewinn ausgerichtete GmbH ist zu 100 % im Besitz des ebenfalls nicht auf Gewinn ausgerichteten Vereines "Verein des Kompetenzzentrums für Virtual Reality und Visualisierung", dessen einzige Aufgabe die Verwaltung der VRVis GmbH ist. Die Mitglieder des Vereines sind derzeit (2017):[1]

Die Tätigkeit umfasst die Durchführung von grundlagenorientierten und anwendungsorientierten Forschungsprojekten im Bereich Visual Computing. Weiters werden auch Projekte bearbeitet, die von anderen Fördergebern gefördert werden, sowie Forschungsarbeit im Auftrag von Drittfirmen durchgeführt.

Rund 70 Forscher aus unterschiedlichen Fachgebieten erarbeiten in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und Industriepartnern Software- und Systemlösungen und betreiben Grundlagenforschung in Visual Computing Bereichen. Bisher wurden etwa 500 wissenschaftliche Arbeiten publiziert und damit 20 „Best Paper“-Preise gewonnen.

Die wissenschaftliche Vernetzung ist sehr umfangreich und inkludiert ETH Zürich (CH), Universität Bergen (N), Universität Rostock (D), KAUST (Saudi-Arabien), Universitätsklinikum Freiburg (D), Institut Claudio Regaud (F), Fondazione Santa Lucia (I), TU Delft (NL), St. Thomas' Hospital (UK), Virginia Tech Institute (USA), Arizona State University (USA), City University London (UK), Europäische Weltraumorganisation ESA, Fraunhofer IGD (D), Stanford University (USA), Universität Konstanz (D) und viele weitere.

Unternehmenspartner sind etwa Agfa Healthcare (B/A), AVL List, Geodata, ÖBB Infrastruktur AG, Kapsch TrafficCom AG, IMP - Research Institut of Molecular Pathology, und viele weitere.

Kompetenzbereiche

Das VRVis Zentrum forscht und betreibt Technologietransfer in diesen vier Schwerpunkten:

Visualisierung (Erzeugung künstlicher Bilder aus beliebigen Daten)

  • Wissenschaftliche Visualisierung (bildliche Darstellung von Daten so dass Wissenschaftler sie besser verstehen können)
  • Medizinische Visualisierung (Aufbereitung von CT- und MR-Aufnahmen um leichter medizinische Diagnosen stellen zu können)
  • Skalierbare Lösungen (Visualisierung auch für riesige Datenmengen, unterschiedliche Betrachter, auf beliebigen Geräten usw.)

Visual Analytics (Aufbereitung unterschiedlichster Daten so dass man Gesetzmäßigkeiten finden kann)

  • Data Mining (Systematische Anwendung statistischer Methoden zu diesem Zweck)
  • Simulationsvisualisierung (Darstellung von Simulationsresultaten)
  • Softwareentwicklung (Herstellung eines umfassenden Computerprogrammes für diese Aufgaben)

Rendering (Herstellung von natürlich wirkenden Bildern mit dem Computer)

  • Lichtsimulation (korrekte Berechnung aller Lichteffekte in einer komplexen Szene)
  • Modellierung (Erstellung und Repräsentation komplexer Objekte im Computer)
  • Virtual Reality (Vorspiegelung einer nicht existierenden künstlichen Umgebung)

Computer Vision (Erkennen von Objekten mit dem Computer)

  • Segmentierung von 3D Daten (Zerteilung von Bildern in zusammengehörende Teile)
  • Rekonstruktion (Modellierung von Objekten aus Bildern davon)

Preise und Auszeichnungen

  • Mercure Innovationspreis der Wirtschaftskammer Wien, 3. Platz in der Kategorie IKT/Technik für das Projekt „HILITE - Interaktive Lichtplanung“, 2015
  • Mercure Innovationspreis der Wirtschaftskammer Wien, 2. Platz in der Kategorie IKT/Technik für das Projekt „Visdom - Visuelle Aktionsplanung im Hochwassermanagement“, 2014
  • OCG-Förderpreis 2014 an Johannes Sorger für das Projekt "neuroMap - Interactive Graph-Visualization of the Fruit Fly’s Neural Circuit", Juni 2014
  • e-Award 2014: Kategorie Industrie und Gewerbe, 2. Platz für das Projekt „Enervis“, März 2014
  • e-Award 2014, Kategorie T-Systems Innovation Award, 2. Platz für das Projekt „Enervis“, März 2014
  • ZIT CALL: IKT Wien 2013, 1. Platz für das Projekt „SLOT Management Support Tools“, September 2013
  • Würdigungspreis 2012 des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung an Harald Piringer, 2012
  • Science2business award 2012, 1. Platz für das Projekt „Visual Computing für die Computergestützte Diagnostik und Operationsplanung“, März 2012
  • eAward 2011 Niederösterreich, 1. Platz für das Projekt „Virtuelles-Realitäts-Biofeedback-Training“, Januar 2012
  • Staatspreis für Multimedia und e-Business, Jurypreis für das Projekt „Tactile Paintings“, 2011
  • NÖ Innovationspreis – Kategorie Organisations- und Marketinginnovation, 1. Platz für das Projekt „Virtual Design Process“, 2009
  • NÖ Innovationspreis – Kategorie Organisations- und Marketinginnovation, 2. Platz für das Projekt „Virtueller Feuerlöscher“, 2009
  • Lange Nacht der Forschung 2008: 1. Platz für „hervorragende Wissenschaftskommunikation“, November 2008
  • ZIT CALL: CO Operate enlarged, Vienna 2005, 2. Platz für das Projekt „Control Station Supplements“, 2005
  • Medvis Award 2005 (Karl Heinz Höhne Preis) an André Neubauer für das Projekt "Endoscopy for Preoperative Planning and Training of Endonasal Transsphenoidal Pituitary Surgery", 2005
  • IEEE Visualization Contest 2004, Sieger mit dem Projekt "Interactive Visual Analysis of Hurricane Isabel", 2004

Einzelnachweise

  1. 1 2 VRVis Geschäftsbericht 2016/17.
  2. COMET-Programm der FFG
  3. VRVis Factsheet COMET K1
  4. Institut für Computergraphik und Algorithmen der TU Wien
  5. Institut für Maschinelles Sehen und Darstellen der TU Graz
  6. Institut für Elektrische Messtechnik und Messsignalverarbeitung der TU Graz
  7. Österreichisches Forschungsinstitut für Artificial Intelligence
  8. Center for Usability Research and Engineering
  9. Das VRVis hat eine neue Adresse - VRVis. Abgerufen am 6. Juni 2017.