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vom 05.02.2018, aktuelle Version,

Verband Österreichischer Höhlenforscher

Der Verband Österreichischer Höhlenforscher (VÖH) ist die Dachorganisation der höhlenkundlichen Organisationen Österreichs. Derzeit umfasst der seit 1949 bestehende Verband 26 höhlenkundliche Vereine mit insgesamt mehr als 2500 Mitgliedern sowie 30 Schauhöhlen (Stand 2016). Der Vereinssitz ist in Wien.

Der Verband Österreichischer Höhlenforscher koordiniert die Aktivitäten seiner Mitgliedsvereine und führt selbst karst- und höhlenkundliche Forschungsprojekte durch. Er gibt gemeinsam mit dem Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher das peer-reviewte Journal Die Höhle – Zeitschrift für Karst- und Höhlenkunde[1][2] heraus und besitzt mit den Beiheften zur Zeitschrift Die Höhle eine eigene Buchreihe. Weiters werden Verbandsnachrichten, Karstverbreitungs- und Karstgefährdungskarten und die Schriftenreihe Speldok publiziert. Der Verband unterhält eine Bibliothek und führt Schulungs- und Informationsveranstaltungen durch. In Zusammenarbeit mit der Karst- und Höhlenkundlichen Arbeitsgruppe am Naturhistorischen Museum Wien führt der Verein das Österreichische Höhlenverzeichnis.

Der Verband ist u. a. Mitglied der Union Internationale de Spéléologie, des Verbands der wissenschaftlichen Gesellschaften Österreichs und des Umweltdachverbands. Als alpiner Verein betreut der Verband auch Schutzhütten, pflegt Wanderwege und ist Mitglied in der Österreichischen Bergsteigervereinigung, wodurch er am Österreichischen Gegenrecht teilnimmt. Im Sinne des Höhlenschutzes wird auf die große Bedeutung der Karstgebiete als sensible Naturräume, besonders im Hinblick auf die Wasserversorgung aus Karstgebieten im Alpenraum hingewiesen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Hubert Trimmel: Die Fachzeitschrift „Die Höhle“. Die Höhle, 50. Jahrgang 1999, Heft 1. S. 11–13.
  2. Digitale Literatur: Die Höhle. Webseite der Oberösterreichischen Landesmuseen, abgerufen am 7. August 2014.