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vom 10.01.2018, aktuelle Version,

Vereinigte Kärntner Brauereien

Vereinigte Kärntner Brauereien AG
Rechtsform AG
Gründung 1858
Sitz Villach
Leitung Thomas Santler
Mitarbeiter 100
Umsatz 44 Mio. Euro
Website www.villacher.com
Firmenschild an der Einfahrt

Die Vereinigte Kärntner Brauereien AG (VKB) ist ein Brauereiunternehmen in Kärnten. Zum Unternehmen gehören:

Tochterunternehmen

    • IVG Immobilienvermietungs GesmbH (zur Verwertung des nicht mehr betrieblich notwendigen Immobilienvermögens)[3]

Im November 2014 wurden Verträge unterzeichnet, nach denen zum Jahreswechsel 2014/15 auch die zweite Hälfte in das Eigentum der Brau Union AG übergehen wird.[4]

Geschichte

Das alte Sudhaus, rechts im Hintergrund das neue
Gemäldeausstellung ( L. H. Jungnickel, 2016/2017) im KunsthausSudhaus

Im Jahre 1738 wurde die Villacher Brauerei unter der Leitung von Jakob Fischer als Steinbierbrauerei erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1858 ließ sie Johann Fischer in eine moderne Kesselbierbrauerei umbauen. In den folgenden Jahren erfolgte ein steter Ausbau und laufende Modernisierungen. Gär- und Lagerkeller mit künstlicher Kühlung und eine automatische Flaschenwaschanlage wurden ebenso errichtet wie ein Doppelsudwerk und oberirdische Abfüllhallen.

Zweigniederlassungen wurden in Triest, Krain, Istrien, Pula, Venedig, Brindisi und Ancona eröffnet.[5]

1901 erwarb Johann Koutnik die Brauerei Fischer und baute sie unter erstmaligem Einsatz von elektrischem Strom zur Großbrauerei aus.[6] Der Erste Weltkrieg zwang Johann Koutnik, die Brauerei auf eine breitere Basis zu stellen und führte nach dem Krieg zur Gründung der Vereinigte Kärntner Brauereien AG. Koutniks Partner waren Peter Reininghaus, sowie sein Bruder, die Brauerei Göss und andere kleinere Brauereien.[5] 1929 konnten somit in Villach bereits wieder 55.000 Hektoliter Bier gebraut werden.

1941 hinterließ Johann Koutnik seinen Aktienanteil von 50 % seiner Tochter Dorothea Grubissich. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die stark beschädigte Brauerei modernisiert und ausgebaut.

Als 1982 Dorothea Grubissich starb, vererbte sie ihren 50 %-Aktienanteil an ihre Enkelin Madeleine Herberstein.[6] Mit 26. September 1984 brachte Herberstein ihre Unternehmensmehrheit[6][7] in die zu 100 % in ihrem Eigentum stehende Gambrinus Beteiligungs Aktiengesellschaft ein.[8] Der zweite 50 %-Anteil steht im Eigentum der Brau Union[3], zurückgehend auf die 50 %-Gründungspartner der Vereinigten Kärntner Brauereien, Brauerei Puntigam der Brüder Reininghaus, Brauerei Göss und die anderen kleinen Brauereien (siehe oben), die in der Brau Union aufgegangen sind. Unter der Leitung des früheren Vorstandsdirektors Johann Stockbauer wurden seit seiner Bestellung zum Alleinvorstand des Unternehmens 1990[6] massive Investitionen getätigt.

Am 3. September 2005 wurde das neue Sudhaus eröffnet und das alte Sudhaus als KunsthausSudhaus für Ausstellungen adaptiert. Mit 1. Jänner 2009 übernahmen Clemens Aigner und Josef Pacher das Vorstandsmandat des in Pension gehenden Johann Stockbauer.[6] Seit 2016 ist Thomas Santler Vorstandsdirektor.

Produkte

Ein Glas Villacher Bier
Ein großes und ein kleines Villacher Dunkel

Die Produktpalette der Villacher Brauerei umfasst die folgenden Biersorten:

  • Das Villacher Märzen ist ein untergäriges, helles Vollbier mit 11,8° Stammwürze und 5,0 % Vol. Alkohol. Es stellt mengenmäßig die Hauptsorte dar.[9]
  • Das Villacher Glocknerpils ist ein untergäriges, helles, kohlensäurereiches und hopfenbetontes Bier mit 11,7° Stammwürze und 4,9 % Vol. Alkohol.
  • Das Villacher Dunkel ist ein untergäriges, dunkles, leicht gehopftes Spezialbier mit malzbetontem Antrunk. 12,8° Stammwürze und 4,9 % Vol. Alkohol.[10]
  • Der Villacher Festbock ist ein Starkbier mit 16,4° Stammwürze und 6,9 % Vol. Alkohol. Es wird nur zur Weihnachts- und Osterzeit gebraut.
  • Das Villacher Zwickl ist ein untergäriges, helles, ungefiltertes Vollbier mit 11,8° Stammwürze und 5,0 % Vol. Alkohol. [11]
  • Das Villacher Frühlingsbier ist ein untergäriges Leichtbier mit 7,9° Stammwürze und 3,3 % Vol. Alkoholgehalt.
  • Das Villacher Senator ist untergäriges, kräftiges, feinherbes Spezialbier mit 18,8° Stammwürze und 5,5 % Vol. Alkohol.
  • Das Villacher Hugo ist ein Mischgetränk aus Minze, Zitrone und Holunder mit 9,8° Stammwürze und 2,0 % Vol. Alkohol.[12]
  • Das Villacher Pur wird mit Saphierhopfen gebraut, hat eine Stammwürze von 9,5° und 4,0 % Vol. Alkohol.[13]
  • Das Villacher Oktoberbräu wird mit Karamelmalz gebraut, hat eine Stammwürze von 12,9° und 5,3 % Vol. Alkohol.[14]
  • Das Villacher Radler ist ein Bier mit 10,8° Stammwürze und 2,4% Vol. Alkohol [15]
  • Das Villacher Radler Naturtrüb ist ein Radler mit leichter Trübung mit 9,8° Stammwürze und 2,0% Vol. Alkohol [16]
  • Das Villacher Pils ist eine dezente Bitternote und feinaromatischen Geschmack mit 11,7° Stammwürze und 4,9% Vol. Alkohol [17]
  • Das Villacher Bockbier ist eine saisonale Starkbierspezialität, die in der Weihnachtszeit verkauft wird mit 16,4° Stammwürze und 6,9% Vol. Alkohol [18]

Einzelnachweise

  1. Der Brauereiführer von Michael Kranewitter: Brauerei Piesting Getränkeindustrie GmbH. Abgerufen am 1. April 2010.
  2. Piestinger Brauerei: Chronik. Abgerufen am 1. April 2010.
  3. 1 2 firmenabc.at: Vereinigte Kärntner Brauereien Aktiengesellschaft. Abgerufen am 1. April 2010.
  4. Villacher Bier gehört nun Brau Union auf ORF vom 14. November 2014 abgerufen am 14. November 2014
  5. 1 2 ORF Kärnten: Villacher Brauerei feiert 150-Jahr-Jubiläum, 18. Juli 2008. Abgerufen am 1. April 2010.
  6. 1 2 3 4 5 Unternehmenswebsite Villacher Bier: Neue Geschäftsführung der Vereinigten Kärntner Brauereien AG. Meilensteine. Presseaussendung, 12. Dezember 2008. Seite nicht mehr vorhanden am 21. Mai 2011.
  7. Website Stadt Villach: Erfolgsgeschichte "150 Jahre Villacher Brauerei": Tradition & Moderne in einem (Sud-)Haus, 1. August 2008. Abgerufen am 26. April 2010.
  8. firmenabc.at: Gambrinus Beteiligungs Aktiengesellschaft. Abgerufen am 1. April 2010.
  9. Villacher Märzen. Abgerufen am 7. November 2012.
  10. Villacher Dunkel. Abgerufen am 7. November 2012.
  11. Villacher Zwickl. Abgerufen am 7. November 2012.
  12. Villacher Hugo. Abgerufen am 7. November 2012.
  13. Villacher Pur. Abgerufen am 7. November 2012.
  14. Oktoberbräu. Abgerufen am 7. November 2012.
  15. Villacher Radler
  16. Villacher Radler naturtrüb
  17. Villacher Pils
  18. Villacher Bockbier