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vom 01.02.2017, aktuelle Version,

Videomaut

Videomaut an der A13, Mautstelle Schönberg Richtung Süden
Durchfahrt der Videomaut in Schönberg Richtung Norden

Die Videomaut ist ein System der ASFINAG (Autobahn- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft), das dem Straßenbenutzer das Bezahlen der Sondermautstrecken vereinfachen soll. Mit der Videomaut muss der Fahrer nicht mehr an der Mautstation anhalten, sondern fährt in eine spezielle Fahrspur. In dieser Fahrspur wird das KFZ-Kennzeichen automatisch eingelesen. Das System wurde ab 1991 eingeführt und war ursprünglich für die Inhaber von Jahreskarten vorgesehen. Inzwischen kann die Videomaut auch für einzelne Fahrten in Anspruch genommen werden. Dafür muss der Fahrer vor dem Passieren der Mautstation sein Kennzeichen freischalten lassen, indem er eine „Videomautkarte“ erwirbt. Diese gibt es im Internet, via SMS oder an vielen Raststationen und Tankstellen in Österreich.

Beim Kauf dieser Videomautkarte wird keine echte Karte ausgegeben. Es wird nur das vom Käufer eingegebene Kennzeichen gespeichert und dann an der Mautstation mit dem des einfahrenden Fahrzeugs verglichen. Sollte ein Autofahrer versehentlich in diese Spur gekommen sein, oder das Autokennzeichen kann nicht erkannt werden (z. B. durch Verschmutzung) hat er die Möglichkeit, diese durch eine Ausfahrt noch vor der Mautstation zu verlassen und sich für die normale Kassenspur anzustellen.

Der Preis für eine Videomautkarte stimmt mit dem Preis für die manuelle Bemautung exakt überein. Die Videomautkarte kann für folgende Sondermautstrecken erworben werden:

Das Videomautsystem kann sowohl von inländischen Pkw, als auch von ausländischen Pkw benutzt werden. Die Videomautspur ist nur für Pkw ohne Anhänger mit einer Fahrzeugbreite von weniger als 2 m befahrbar.

Literatur

  • Rudolf Nagele: Die Straßenmaut in Österreich. In: Das Autobahnnetz in Österreich. 30 Jahre ASFINAG. Wien 2012, S. 175–204. (PDF; 7,6 MB)