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vom 05.07.2020, aktuelle Version,

Würflach

Würflach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Würflach
Würflach (Österreich)
Würflach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Neunkirchen
Kfz-Kennzeichen: NK
Fläche: 12,26 km²
Koordinaten: 47° 46′ N, 16° 3′ O
Höhe: 431 m ü. A.
Einwohner: 1.585 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 129 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2732
Vorwahl: 0 26 20
Gemeindekennziffer: 3 18 47
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Willendorfer Straße 150
2732 Würflach
Website: www.wuerflach.at
Politik
Bürgermeister: Franz Woltron (ÖVP)
Gemeinderat: (2020)
(19 Mitglieder)
11
5
3
11  5  3 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Würflach im Bezirk Neunkirchen
AltendorfAspang-MarktAspangberg-St. PeterBreitenauBreitensteinBuchbachBürg-VöstenhofEdlitzEnzenreithFeistritz am WechselGloggnitzGrafenbach-St. ValentinGrimmensteinGrünbach am SchneebergHöflein an der Hohen WandKirchberg am WechselMönichkirchenNatschbach-LoipersbachNeunkirchen (Niederösterreich)OtterthalPayerbachPittenPrigglitzPuchberg am SchneebergRaach am HochgebirgeReichenau an der RaxScheiblingkirchen-ThernbergSchottwienSchrattenbachSchwarzau am SteinfeldSchwarzau im GebirgeSeebensteinSemmeringSt. Corona am WechselSt. Egyden am SteinfeldTernitzThomasbergTrattenbachWarthWartmannstettenWillendorfWimpassing im SchwarzataleWürflachZöbernNiederösterreich Lage der Gemeinde Würflach im Bezirk Neunkirchen (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Das Gemeindeamt von Würflach
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Würflach ist eine Gemeinde mit 1585 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich. Zwischen Hoher Wand und Neunkirchen gelegen, ist Würflach eine Fremdenverkehrsgemeinde.

Geografie

Würflach liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 12,32 Quadratkilometer. 57,42 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Katastralgemeinden und Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Hettmannsdorf (369)
  • Wolfsohl (202)
  • Würflach (1014)

Geschichte

Bayerische Mönche aus dem Kloster Vornbach (Formbach) gründeten Würflach. Der Name des Ortes kommt von Wirbilach, die wirbelnde Ache, der sogenannten Johannesbachklamm. 1094 wird der Name erstmals in einer Schenkungsurkunde erwähnt. In der Mitte des 12. Jh. wurde ein Wirtschaftshof mit einer Chorquadratskirche errichtet; die Mauern dieser Kirche sind in der jetzigen erhalten. Grund für den Aufbau der Siedlung war ihre strategische Lage als Zentrum der zerstreuten Besitzungen des Stiftes Admont in der Umgebung von Pitten.[2]

Eingemeindungen

Am 1. Jänner 1968 wurde die Gemeinde Hettmannsdorf zu Würflach eingemeindet.

Bevölkerungsentwicklung

Religionen und Kirchen

Pfarrkirche Würflach

Nach den Daten der Volkszählung 2001 waren 83,7 % der Einwohner römisch-katholisch und 2,4 % evangelisch. Kirchliche Bezüge prägen die Entwicklung Würflachs. Das Dorf ging vom frühen Admonter Besitz später im Mittelalter in den Besitz des Stiftes Rein über. Um 1617 erwarb das Neukloster in Wiener Neustadt das Dorf. Würflach gehörte in seelsorglichen Belangen zur Mutterpfarre St. Lorenzen am Steinfeld. Der mittelalterliche Kirchenbau ist die ca. 1450–1500 erfolgte Erweiterung der Chorquadratkirche aus dem 12. Jh. Die Sebastianskapelle bzw. Herz-Jesu-Kapelle, die neben der Pfarrkirche steht, wurde um 1500 erbaut, 1503 beurkundet, und stand unter dem geistlichen Schutz des Pestpatrons. Die Kirche wurde 1783 zum Abbruch freigegeben, aber blieb erhalten. 1885 wurde sie als Herz-Jesu-Kapelle neu geweiht und diente von 1968 bis 1982 als Aufbahrungsort von Verstorbenen vor ihrer Erdbestattung.[3] Mit dem Stand 2001 waren 0,1 % der Ortsbewohner Muslime, 0,3 % gehörten orthodoxen Kirchen an. 12,1 % der Bevölkerung hatte kein religiöses Bekenntnis.

Politik

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. 1995 teilte er sich nach folgender Verteilung auf: 14 ÖVP, und 5 SPÖ.[4] Bei den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 ergab die Verteilung folgendes Bild: 11 ÖVP, 5 Gemeinsam für Würflach und 3 SPÖ.[5]

Bürgermeister
  • 1992–2012 Hans Schauer (ÖVP)
  • seit 2012 Franz Woltron (ÖVP)[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Johannesbachklamm
  • Katholische Pfarrkirche Würflach hl. Anna: Die Pfarrkirche entstand in den Anfängen des 13. Jahrhunderts und weist den Charakter einer Wehrkirche auf. Aus dieser Zeit kann man noch einen Christus-Salvator-Kopf und einen Sonnenkopf bewundern. Von dem spätgotischen Bau sind noch etliche Elemente erhalten, obwohl die Kirche 1683 im Türkenkrieg zerstört wurde. Sie wurde wieder aufgebaut und barockisiert und hat als Turm einen sogenannten Dachreiter. Die Herz-Jesu-Kapelle bzw. Sebastianskapelle neben der Pfarrkirche ist aus dem 15. Jahrhundert und wurde sich selbst überlassen, erst im Jahr 1885 wurde sie restauriert und als Herz-Jesu-Kapelle geweiht. Sie gehört heute zu den schönsten gotischen Sakralbauten Niederösterreichs.
  • Die Johannesbachklamm bietet großen Wanderspaß für Touristen und Einwohner. Neben dem normalen Durchgang bieten sich einem sechs unterschiedliche Wanderwege rund um die Johannesbachklamm an.
Regelmäßige Veranstaltungen
  • Adventmarkt in der Johannesbachklamm
  • Begegnung der 5 Sinne (Johannesbachklamm)

Bildung

Das Musikheim in der Katastralgemeinde Hettmannsdorf
  • Es gibt eine ökologisch orientierte Volksschule als „ÖKOLOG“-Netzwerkschule und zwei Landeskindergärten.
Commons: Würflach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Niederösterreichisches Urkundenbuch (St. Pölten 2013), Bd. 2, S. 169.
  3. Dehio Niederösterreich Süd (Horn/Wien 2003), S. 2747–2751
  4. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Würflach. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 27. September 2019.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Würflach. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 26. Januar 2020.
  6. Gemeindenachrichten Würflach, Nr. 479 vom 14. Juni 2012: Sondermitteilung (PDF-Dokument, 5,97 MB;abgerufen am 9. Jänner 2013)