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vom 16.03.2016, aktuelle Version,

Wahlbezirk Österreich ob der Enns 17

Wahlbezirk Österreich ob der Enns 17
Land Österreich-Ungarn
Kronland Österreich ob der Enns
Wahlkreisnummer 17
Typ Landgemeindenwahlkreis
Region Steyr, Weyer
Anwesende Bevölkerung  33.441  (1910)
Wahlberechtigte 7.768  (1911)
Abgeordnete

Der Wahlbezirk Österreich ob der Enns 17 war ein Wahlkreis für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus im österreichischen Kronland Österreich ob der Enns (Oberösterreich). Der Wahlbezirk wurde 1907 mit der Einführung der Reichsratswahlordnung geschaffen und bestand bis zum Zusammenbruch der Habsburgermonarchie.

Geschichte

Nachdem der Reichsrat im Herbst 1906 das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Männerwahlrecht beschlossen hatte, wurde mit 26. Jänner 1907 die große Wahlrechtsreform durch Sanktionierung von Kaiser Franz Joseph I. gültig. Mit der neuen Reichsratswahlordnung schuf man insgesamt 516 Wahlbezirke, wobei mit Ausnahme Galiziens in jedem Wahlbezirk ein Abgeordneter im Zuge der Reichsratswahl gewählt wurde. Der Abgeordnete musste sich dabei im ersten Wahlgang oder in einer Stichwahl mit absoluter Mehrheit durchsetzen. Der Wahlbezirk Österreich ob der Enns 17 umfasste die Gerichtsbezirke Steyr und Weyer, wobei folgende Gemeinden bzw. Ortschaften vom Wahlbezirk ausgenommen waren bzw. dem Wahlbezirk 4 angehörten:[1]

  • die Stadt Steyr
  • die Ortschaften Sierning, Sierninghofen und Neuzeug (alle Gemeinde Sierning)
  • die Ortschaften Trattenbach und Wendbach (Gemeinde Trattenbach)
  • die Ortschaft Neuschönau der Gemeinde St. Ulrich
  • die Gemeinde Weyer Markt

Aus der Reichsratswahl 1907 ging Josef Waldl (Katholisch-Konservative Partei) im ersten Wahlgang als Sieger hervor. Kreilmeier konnte sein Mandat bei der Reichsratswahl 1911 erneut im ersten Wahlgang erfolgreich verteidigen.

Wahlergebnisse

Reichsratswahl 1907

Die Reichsratswahl 1907 wurde am 14. Mai 1907 (erster Wahlgang)[2] durchgeführt. Eine Stichwahl entfiel auf Grund der absoluten Mehrheit für Kreilmeier im ersten Wahlgang.

Kandidat Partei Wahlkreis-
stimmen
Stimmen-
anteil
Josef Waldl Katholisch-Konservative Partei 5314 76,4 %
Josef Dametz Sozialdemokratische Arbeiterpartei 1040 15,0 %
Leopold Erb Deutsche Volkspartei 447 6,4 %
Johann Kronsteiner Christlichsoziale Partei 62 0,9 %
Karl Steinparz Katholisch-Konservative Partei 53 0,8 %
Sonstige 39 0,6 %
Wahlberechtigte: 7666, Ungültige/Leere Stimmen: 77, Wahlbeteiligung: 91,7 %

Reichsratswahl 1911

Die Reichsratswahl 1911 wurde am 13. Juni 1911 (erster Wahlgang)[3] durchgeführt. Die Stichwahl entfiel auf Grund des absoluten Mehrheit von Kreilmeier im ersten Wahlgang.

Kandidat Partei Wahlkreis-
stimmen
Stimmen-
anteil
Josef Waldl Christlichsoziale Partei 4007 57,8 %
Reichharzer Sozialdemokratische Arbeiterpartei 1218 17,6 %
Johann Kopf Oberösterreichischer Bauernverein 1099 15,9 %
Michael Lattner Selbständiger Kandidat 377 5,4 %
Deutsche Volkspartei 97 1,4 %
Christlichsoziale Partei 43 0,6 %
Sonstige 88 1,3 %
Wahlberechtigte: 7768, Ungültige/Leere Stimmen: 230, Wahlbeteiligung: 92,2 %

Einzelnachweise

  1. Reichsgesetzblatt für die im Reichsrath vertretenen Königreiche und Länder 1907, IX. Stück, Nr. 17: „Gesetz vom 26. Jänner 1907 betreffend die Wahl der Mitglieder des Abgeordnetenhauses des Reichsrates“
  2. Der Wahltag in Oberösterreich. In: Linzer Volksblatt, 16. Mai 1907, S. 1 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/lvb
  3. Der Wahltag in Oberösterreich. In: Linzer Volksblatt, 15. Juni 1911, S. 2 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/lvb

Literatur