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vom 09.12.2015, aktuelle Version,

Wahlbezirk Österreich unter der Enns 42

Wahlbezirk Österreich unter der Enns 42
Land Österreich-Ungarn
Kronland Österreich unter der Enns
Wahlkreisnummer 42
Typ Städtewahlkreis
Region Bezirk Neunkirchen
Anwesende Bevölkerung  40.845  (1910)
Wahlberechtigte 8.870  (1911)
Abgeordnete

Der Wahlbezirk Österreich unter der Enns 42 war ein Wahlkreis für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus im österreichischen Kronland Österreich unter der Enns. Der Wahlbezirk wurde 1907 mit der Einführung der Reichsratswahlordnung geschaffen und bestand bis zum Zusammenbruch der Habsburgermonarchie.

Geschichte

Nachdem der Reichsrat im Herbst 1906 das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Männerwahlrecht beschlossen hatte, wurde mit 26. Jänner 1907 die große Wahlrechtsreform durch Sanktionierung von Kaiser Franz Joseph I. gültig. Mit der neuen Reichsratswahlordnung schuf man insgesamt 516 Wahlbezirke, wobei mit Ausnahme Galiziens in jedem Wahlbezirk ein Abgeordneter im Zuge der Reichsratswahl gewählt wurde. Der Abgeordnete musste sich dabei im ersten Wahlgang oder in einer Stichwahl mit absoluter Mehrheit durchsetzen. Der Wahlkreis Österreich unter der Enns 42 umfasste die Gemeinden Neunkirchen, Dunkelstein, Sankt Johann am Steinfelde, Pitten, Puchberg am Schneeberg, Rohrbach am Steinfelde (alle Gerichtsbezirk Neunkirchen) sowie Buchbach, Gloggnitz, Pottschach, Reichenau, Wimpassing (alle Gerichtsbezirk Gloggnitz).[1]

Aus der Reichsratswahl 1907 ging Karl Renner (Sozialdemokratische Arbeiterpartei) mit 52 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang als Sieger hervor. Renner konnte sein Mandat bei der Reichsratswahl 1911 mit 55 Prozent erneut im ersten Wahlgang verteidigen.

Wahlen

Reichsratswahl 1907

Die Reichsratswahl 1907 wurde am 14. Mai 1907 (erster Wahlgang) durchgeführt.[2] Die Stichwahl entfiel auf Grund der absoluten Mehrheit von Renner im ersten Wahlgang.

Kandidat Partei Wahlkreis-
stimmen
Stimmen-
anteil
Karl Renner Sozialdemokratische Arbeiterpartei 4113 52,1 %
Matthias Lackner Christlichsoziale Partei 2416 30,6 %
Wilhelm Frey Deutsche Volkspartei 1330 16,8 %
Sonstige 39 0,5 %
Wahlberechtigte: 8419, Ungültige/Leere Stimmen: 69, Wahlbeteiligung: 94,6 %

Reichsratswahl 1911

Die Reichsratswahl 1911 wurde am 13. Juni 1911 (erster Wahlgang) durchgeführt.[3] Die Stichwahl entfiel auf Grund der absoluten Mehrheit von Renner im ersten Wahlgang.

Kandidat Partei Wahlkreis-
stimmen
Stimmen-
anteil
Karl Renner Sozialdemokratische Arbeiterpartei 4585 55,1 %
Franz Birbaumer Christlichsoziale Partei 1891 22,7 %
Ferdinand Ertl deutsch-freiheitlicher Kandidat 1817 21,8 %
Sonstige 35 0,4 %
Wahlberechtigte: 8870, Ungültige/Leere Stimmen: 200, Wahlbeteiligung: 96,1 %

Einzelnachweise

  1. Reichsgesetzblatt für die im Reichsrath vertretenen Königreiche und Länder. 1907, IX. Stück, Nr. 17: „Gesetz vom 26. Jänner 1907 betreffend die Wahl der Mitglieder des Abgeordnetenhauses des Reichsrates“
  2. Die Liste der deutschen Kandidaten. In: Arbeiter-Zeitung, 9. Mai 1907, S. 4 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/aze
    Die Reichsratswahlen. Niederösterreich.. In: Christlich-sociale Arbeiter-Zeitung. Central-Organ der christlich-socialen Arbeiterpartei Oesterreichs / Christlich-soziale Arbeiter-Zeitung. Zentral-Organ der christlich-sozialen Arbeiterpartei Österreichs / Christlichsoziale Arbeiter-Zeitung. Zentral-Organ der christlichsozialen Arbeiterpartei Österreichs / Christlichsoziale Arbeiter-Zeitung. Zentralorgan der christlichsozialen Arbeiterpartei Oesterreichs, 18. Mai 1907, S. 3 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/caz
  3. Die Wahlen. Niederösterreich.. In: Neue Freie Presse, 14. Juni 1911, S. 6 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp
    Artikel in: Christlich-sociale Arbeiter-Zeitung. Central-Organ der christlich-socialen Arbeiterpartei Oesterreichs / Christlich-soziale Arbeiter-Zeitung. Zentral-Organ der christlich-sozialen Arbeiterpartei Österreichs / Christlichsoziale Arbeiter-Zeitung. Zentral-Organ der christlichsozialen Arbeiterpartei Österreichs / Christlichsoziale Arbeiter-Zeitung. Zentralorgan der christlichsozialen Arbeiterpartei Oesterreichs, 17. Juni 1911, S. 2 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/caz

Literatur