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vom 22.07.2017, aktuelle Version,

Weingut Feiler-Artinger

Das Weingut Feiler-Artinger in Rust ist ein österreichisches Weingut im Weinbaugebiet Neusiedlersee-Hügelland im Burgenland.

Der in einem beeindruckenden Barockgebäude untergebrachte Betrieb ist seit rund 100 Jahren im Familienbesitz und füllt seit 1947 Wein in Flaschen ab. 1953 wurde hier erstmals nach den Weltkriegen wieder ein Ruster Ausbruch gekeltert.[1] Das von Hans Feiler und seinem Sohn Kurt geführte Weingut ist laut Hugh Johnson ein überragender Weinbaubetrieb, mit Spitzendessertweinen.[2]

Die Rebfläche beträgt 30 Hektar (Stand 2011), wovon 65 Prozent mit roten Rebsorten, hauptsächlich Blaufränkisch und Zweigelt bestockt sind. Etwa 20 Prozent werden als trockene Weißweine ausgebaut, 15 Prozent als Süßwein. Der bekannteste Rotwein des Betriebes ist die Cuvée Solitaire, die von den führenden Fachpublikationen des Landes zu den feinsten österreichischen Rotwein-Cuvées gezählt wird. Zu den herausragenden Spezialitäten des Weinguts zählen auch die druckvollen Süßweinspezialitäten der Kategorie „Ruster Ausbruch“.[3] Angebaut werden auch Chardonnay, Neuburger, Weissburgunder, Welschriesling, Traminer, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir.[1]

Das Weingut ist Mitglied der Renommierten Weingüter Burgenland (RWB) und errang hohe Bewertungen für Süßweine im Wine Spectator sowie im Periodikum The Wine Advocate von Robert Parker.[4] Teile der Fernsehserie Der Winzerkönig, an deren Entstehung Hans Feiler beteiligt war, sind auf dem Gut gedreht worden.[5]

Einzelnachweise

  1. 1 2 Peter Moser: Falstaff. Weinguide 2008/2009. Österreich. Südtirol. Falstaff, Wien 2008, ISBN 978-39502147-8-9, S. 524f.
  2. Hugh Johnson: Der kleine Johnson 2009. Verlag Hallwag, Bern 2008, ISBN 3-833-81220-6, S. 224.
  3. Johann Werfring: Raritäten aus Ruster Rieden Artikel in der „Wiener Zeitung“ vom 12. September 2014, Beilage „Wiener Journal“, S. 32–33.
  4. Auszeichnungen auf der Homepage des Weinguts (Memento vom 29. November 2014 im Internet Archive)
  5. Fernsehserie mit „Winzerkönig“ Harald Krassnitzer

Literatur