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vom 20.03.2020, aktuelle Version,

Westliche Floitenspitze

Westliche Floitenspitze
Westliche (links) und Östliche Floitenspitze von Südosten

Westliche (links) und Östliche Floitenspitze von Südosten

Höhe 3195 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich und Südtirol, Italien
Gebirge Zillertaler Alpen
Dominanz 1,1 km Felsköpfl nordöstlich des Schwarzenstein
Schartenhöhe 168 m Floitenjoch[1]
Koordinaten 47° 1′ 13″ N, 11° 53′ 43″ O
Westliche Floitenspitze (Südtirol)
Westliche Floitenspitze
Erstbesteigung 13. August 1876 durch Moritz von Déchy mit Stephan Kirchler
Normalweg Von Westen über Westflanke und Südwestgrat (I)

Die Westliche Floitenspitze (italienisch Cima di Flòite Ovest) ist ein 3195 m ü. A.[2] hoher Gipfel im Zillertaler Hauptkamm und liegt an der Grenze zwischen dem österreichischen Bundesland Tirol und der italienischen Provinz Südtirol. Sie ist der beherrschende Gipfel im Talschluss des inneren Floitengrunds. Mit der etwa 500 Meter entfernten Östlichen Floitenspitze (3154 m) ist sie über einen wilden, zerrissenen Grat verbunden.[3]

Lage und Umgebung

Die Floitenspitzen befinden sich im Zillertaler Hauptkamm zwischen dem Schwarzenstein (3369 m) im Westen und dem Großen Löffler (3379 m) im Osten. Die Westliche Floitenspitze ist vom Felsköpfl, dem nordöstlichen Vorgipfel des Schwarzensteins, durch den Trippachsattel (3013 m) getrennt, an dem sich die Schwarzensteinhütte befindet. In dem sich zum Trippachsattel senkenden Südwestgrat befindet sich noch mit dem Trippachkopf (3111 m) ein kaum selbständiger Vorgipfel.

Die Östliche Floitenspitze trennt das Floitenjoch (3027 m) von der Trippachspitze (3271 m), einem Vorgipfel im Südgrat des Großen Löfflers. Die tiefste Scharte im Verbindungsgrat zwischen den Floitenspitzen misst 3095 m. Neben diesem in nordöstlicher Richtung verlaufenden Verbindungsgrat und dem ebenfalls den Hauptkamm bildenden Südwestgrat entsendet die Westliche Floitenspitze einen weiteren markanten Grat nach Nordwesten.

Südöstlich der Floitenspitzen befindet sich das mittlerweile in mehrere Teile zerfallene Trippachkees. Deutlich stärker ist die Vergletscherung auf der Nordwestseite, wo sich das Floitenkees befindet.

Alpinismus

Die Erstbesteigung der Westlichen Floitenspitze gelang Moritz von Déchy aus Budapest mit Führer Stephan Kirchler aus Luttach am 13. August 1876. Sie waren um 4 Uhr in Luttach gestartet, passierten des Trippachjoch um 10 Uhr und erreichten den Gipfel um kurz vor 11 Uhr.[4]

Der heutige Normalweg führt von der Schwarzensteinhütte über den vergletscherten Trippachsattel und anschließend zunächst nach Osten in Richtung des Trippachkopfes. Etwas nördlich des Trippachkopfes gelangt man auf den Südwestgrat der Westlichen Floitenspitze. Über diesen Blockgrat, teils in die nordwestliche Flanke ausweichend, erreicht man in leichter Kletterei bald den von weiten schon sichtbaren Gipfel mit Kreuz. Von der Hütte benötigt man etwa eine Stunde.[3]

Nordwestgrat und Nordwand bieten anspruchsvolle Kletterrouten. Der Übergang zur östlichen Floitenspitze ist ebenfalls anspruchsvoll (IV) und sehr ausgesetzt.[3]

Literatur und Karte

Commons: Westliche Floitenspitze  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Clem Clements, Jonathan de Ferranti, Eberhard Jurgalski, Mark Trengove: The 3000 m SUMMITS of AUSTRIA – 242 peaks with at least 150 m of prominence, Oktober 2011, S. 13.
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Österreich: Westliche Floitenspitze auf der Austrian Map online (Österreichische Karte 1:50.000).
  3. 1 2 3 Heinrich und Walter Klier: Alpenvereinsführer Zillertaler Alpen, Bergverlag Rother, München 1996, ISBN 3-7633-1269-2, S. 255–260
  4. Deutscher und Österreichischer Alpenverein (Hrsg.): Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Band 2, Frankfurt a. M. 1876, S. 273 (online)