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vom 18.05.2017, aktuelle Version,

Wirtschaftskammer Niederösterreich

Die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) ist eine der neun Landeskammern der österreichischen Wirtschaft und damit die alleinige gesetzliche Interessenvertretung der Wirtschaft im größten österreichischen Bundesland Niederösterreich.

Mitgliedschaft

Mit Stand 31. Dezember 2013 zählt die öffentlich-rechtliche Körperschaft 117.086 Mitglieder (inklusive Mehrfachmitgliedschaften in verschiedenen Bundesländern), davon sind 90.021 aktive, nicht ruhend gestellte Mitglieder.[1]

Jahr Mitglieder WK NÖ (Stand per 31.12.) davon aktive (ohne ruhende Mitgliedschaften)
1980 40.044 34.672
1985 41.796 35.167
1990 49.302 39.344
1995 57.676 43.380
2000 69.678 51.905
2001 72.790 54.545
2002 75.449 56.431
2003 78.722 58.824
2004 81.847 61.350
2005 84.594 63.672
2006 87.057 65.815
2007 89.479 68.136
2008 95.466 73.473
2009 99.626 76.649
2010 104.427 80.423
2011 108.507 83.404
2012 112.955 86.657
2013 117.086 90.021

Gliederung

Territorial gliedert sich die WKNÖ in eine Zentrale in St. Pölten sowie in 21 Bezirks- und drei Außenstellen, welche neben den Branchenvertretungen die Erstansprechpartner für alle Mitglieder sind. Fachlich unterteilt sich die WKNÖ in sieben Sparten, diese wiederum in 135 Fachorganisationen (Fachgruppen, Innungen, Gremien und Fachvertretungen), welche in Branchenangelegenheiten vertreten und beraten.

Wirtschaftszweig Beschäftigte (Juli 2009)
Gewerbe 124.412
Handel 90.518
Industrie 76.789
Verkehr 38.869
Tourismus 34.686
Information & Consulting 24.051
Bank- und Versicherung 14.121

Struktur

Von der Geschäftsstruktur her ist die Wirtschaftskammer Niederösterreich in sechs Bereiche eingeteilt:

WIFI, Rechtsmanagement und Wirtschaftsmanagement fungieren als Service- und Dienstleistungsbereiche nach außen, Präsidial- und Personalmanagement, Finanzmanagement und Controlling sowie das Kommunikationsmanagement nach innen.

Frei gewählte Funktionäre und angestellte Mitarbeiter arbeiten gemeinsam in der Organisation. Die Wirtschaftskammer vertritt die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder nach außen und wirkt gemeinsam mit den Fachgruppen als Teil der Sozialpartnerschaft beim Abschluss von Kollektivverträgen mit. Zu ihren weiteren Aufgaben zählen die Begutachtung von Gesetzen und Verordnungen, in bestimmten Fällen auch die Durchführung von behördlichen Agenden (Lehrlings- und Meisterprüfungswesen) im so genannten übertragenen, staatlichen Wirkungsbereich. Starke Beratungsthemen der WKNÖ sind Rechts- und Kreditfragen, Technologie- und Innovationsangelegenheiten, Berufsausbildung, Unternehmensgründung sowie Unternehmensnachfolge.

Die WKNÖ betreibt das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und fünf Berufsinformationszentren (BIZ).

Geschichte

Niederösterreich wurde seit 1848 von der Wiener Kammer betreut, seit 1937 setzte sich die Überzeugung durch, dass das größte österreichische Bundesland eine eigene wirtschaftliche Interessenvertretung braucht.

  • 1946 findet die konstituierende Versammlung der Handelskammer Niederösterreich unter dem Vorsitz von Präsident Julius Raab statt, Julius Raab wird Präsident der Bundeshandelskammer.
  • August Kargl wird Präsident der Handelskammer Niederösterreich.
  • 1947 ergehen die "Mitteilungen" erstmals an alle Kammermitglieder, zunächst monatlich, dann wöchentlich.
  • 1949 wird als erste Bezirksstelle jene in Gänserndorf eröffnet.
  • 1954 wird Theodor Cerny zum Präsidenten gewählt.
  • 1972 wird das zentrale Kurs- und Werkstättengebäude des Wirtschaftsförderungsinstitutes der Handelskammer Niederösterreich in St. Pölten eröffnet.
  • 1975 wird Erwin Schauer Kammerpräsident.
  • 1979 wird ein ständiges Berufsinformationszentrum der Kammer in St. Pölten eröffnet.
  • 1980 wird Vinzenz Höfinger Präsident der Handelskammer Niederösterreich.
  • 1982 verzeichnet die Kammer mit 40.356 Mitgliedern den höchsten Stand seit zehn Jahren.
  • 1986 wird Bundesrat Leopold Maderthaner neuer Präsident der Handelskammer Niederösterreich, Vinzenz Höfinger wird Wirtschaftslandesrat.
  • 1990 wird Peter Reinbacher neuer Präsident der Handelskammer Niederösterreich, Leopold Maderthaner wird Präsident der Bundeswirtschaftskammer.
  • 1993 ändert die Handelskammer ihren Namen auf „Wirtschaftskammer“.
  • 1996 befürworten 82,12 Prozent der Mitglieder der WKNÖ die Wirtschaftskammern als gemeinsame gesetzliche Interessenvertretung.
  • Seit 1999 ist Sonja Zwazl die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich (Vizepräsidenten: Josef Breiter, Dieter Lutz, Günter Ernst und Christian Moser, seit 2017 Mag. Kurt Hackl).

Einzelnachweise

  1. Wirtschaftskammermitglieder nach Bundesländern. Abgerufen am 20. November 2014.