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vom 25.11.2016, aktuelle Version,

Wolfgang Pesendorfer (Jurist)

Wolfgang Pesendorfer (* 20. Dezember 1949 in Traunkirchen) ist ein österreichischer Rechtswissenschaftler. Er war von 1993 bis 2007 Vizepräsident des österreichischen Verwaltungsgerichtshofes.

Leben

Wolfgang Pesendorfer studierte Rechtswissenschaften an der Johannes Kepler Universität Linz und wurde dort 1973 zum Dr. iur. promoviert. Von 1974 bis 1976 wirkte er als Universitätsassistent am Institut für Verwaltungsrecht und Verwaltungslehre an der Universität Linz und trat 1976 in den Dienst des Landes Oberösterreich ein. 1985 wurde er zum Universitätsdozent für Verfassungs- und Verwaltungsrecht bestellt, nachdem er sich über die Funktion des Landeshauptmannes habilitiert hatte. 1987 erfolgte die Bestellung zum Leiter der Abteilung Verfassungsdienst im Amt der oberösterreichischen Landesregierung (Landtagsdirektor).

1993 wurde Pesendorfer zum Vizepräsidenten des Verwaltungsgerichtshofes ernannt. Seit 1994 ist er außerordentlicher Universitätsprofessor für Verwaltungsreformrecht an der Universität Linz und seit 1999 Ersatzmitglied des Verfassungsgerichtshofes. Zum 1. Juli 2007 trat Pesendorfer in seiner Funktion als Vizepräsident des Verwaltungsgerichtshofes in den Ruhestand.

Wolfgang Pesendorfer wirkte nach seinem Ausscheiden aus dem Verwaltungsgerichtshof als Rechtsanwaltsanwärter und Rechtsanwalt. Nach Information der Zeitung Wirtschaftsblatt (Ausgabe vom 21. April 2011) wurde gegenüber Wolfgang Pesendorfer in seiner Funktion als Rechtsanwalt in der freien Wirtschaft das Insolvenzverfahren eröffnet.[1] Mit Wirkung vom 4. Mai 2012 wurde der Konkurs aufgehoben. Wolfgang Pesendorfer arbeitet nun nicht mehr als Rechtsanwalt.

Pesendorfer ist Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.a.V. Austro-Danubia Linz im ÖCV.

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Eröffnete Insolvenzen (Memento vom 11. August 2013 im Webarchiv archive.is), Wirtschaftsblatt, 21. April 2011, abgerufen am 11. August 2013.
  2. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)