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vom 13.12.2016, aktuelle Version,

Wolfgang Zamastil

Wolfgang Zamastil

Wolfgang Zamastil (* 13. März 1981 in Salzburg) ist ein österreichischer Cellist, Komponist und Produzent.

Überblick

Wolfgang Zamastil studierte Violoncello bei Wilfried Tachezi, Clemens Hagen, Michael Sanderling und Jens Peter Maintz, bei dem er 2008 mit Diplom und Konzertexamen abschloss. 2000 gründete er das Ensemble Continuum[1], für das er bis 2008 hauptsächlich komponierte. 2005 erhielt er ein einjähriges Stipendium an der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt, durch das er neben der Interpretation Neuer Musik auch wichtige Impulse für seine Arbeit als Komponist bekam. Konzertreisen als Interpret und Komponist führten ihn durch Europa, die USA und Kanada. 2010–2014 war er Cellist des Asasello Quartetts Köln.

Musik

Zamastils Musik reicht von zeitgenössischer Kammermusik, Tango und Filmmusik [2] über Musik für Kinder[3] bis zur Popmusik.

Die bald einsetzende, unbarmherzig hämmernde Fußmaschine der Saxophonistin wird als eigentlich stoisches Klangelement zum Leitfaden durch das farberfüllt knirschende, immer interessante und spannend narrative „Archiv“ Zamastils, der es dem Hörer – umso sympathischer – nicht leicht macht, ihm bei seinem langen, aber nicht langweiligen Gang zu folgen, ihn jedoch durch seinen wirklich intelligenten Umgang mit klanglichem Trash liebevoll zum Zuhören zwingt. (Neue Musikzeitung, 29. Oktober 2008) [4]

Durch die ganze Cd mit ihren 10 Songs (acht von Zamastil, 2 von Tröndle) zieht sich eine latente Ironie, einzelne musikalische Bausteine schrammen knapp am Zitat vorbei. Dieses bewusste Spiel mit Pop-Klischees ist äußerst clever und schreit nach Fortsetzung. (Concerto-Magazin, Oktober 2013 über Luna*Lab - Calling)

Tanz, Film und Theater

  • Seit 2006 ist Wolfgang Zamastil musikalischer Partner des New Yorker Choreographen Richard Siegal in dessen Stücken "As if Stranger", "Homo Ludens", "If/Then for Strings" u.a.[5]
  • Zur Einspielung der Cd "aguacil" wurde parallel in Zusammenarbeit mit Patrick Müller[6] aus animiertem Fotomaterial ein 68-minütiger Experimentalfilm geschaffen, der in Konzerten parallel zur Musik live von einem VJ nach Partiturangaben stets neu zusammengebaut wird.[7]
  • 2006–2009 war er aktives Mitglied des Musiktheater-Kollektivs bassgasse3[8], das an inszenierten Konzerten, bzw. neuen Konzertformen arbeitet.

Diskographie (Auswahl)

Komponist | Produzent
  • 2003 inicio
  • 2004 vueltas
  • 2007 a la inmensa minorìa
  • 2007 aguacil
  • 2009 Lab of the Halo: Ardy.H.Erakles
  • 2010 Lab of the Halo: Other Terms Of Confusion
  • 2011 Lab of the Halo: Foreign Minds
  • 2013 Luna Lab: Calling
  • 2014 Palm Pilot: Palm Pilot
Als Gast
  • 2005 The Efrat Alony Band: Unravelling
  • 2007 Oren Lavie: The opposite side of the sea
  • 2010 Ensemble Adapter: Tom Rojo Poller - Gehen
  • 2012 Ensemble Adapter: [...] Bis als letzter der Zeugen das Gedächtnis verstummt (Vinyl only)
Mit dem Asasello-Quartett
  • 2012 PAYSAGES (digital only)
  • 2013 Anton Webern: Sechs Bagatellen (Vinyl only)
  • 2013 Echtzeit
  • 2014 Marmarai - Oriental Contemporary
  • 2014 Gradients of Detail
  • 2014 Melancholy (Lucia Duchonova, Mezzo)
Sampler

Einzelnachweise

  1. Continuum - Seite des Berliner Ensembles für gegenwärtige Musik
  2. Wolfgang Zamastil auf der Internet Movie Database
  3. Rezension bei Schott Music - Musikpädagogik online
  4. Kritik in der "Neuen Musikzeitung"
  5. Tanzplattform Nürnberg 2010
  6. Spiralstudios
  7. Fragment eines Konzertes mit Ensemble und Film im Tesla Berlin
  8. bassgasse3