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Minichmayr, Birgit#

* 3. 4. 1977, Pasching bei Linz


Schauspielerin


Birgit Minichmayr
Birgit Minichmayr während der Verleihung des Nestroy-Theaterpreises 2009
Foto: Tsui. Aus: Wikicommons, unter CC BY-SA 3.0

Birgit Minichmayr wurde am 3. April 1977 in Pasching bei Linz geboren und wuchs auf dem elterlichen Bauernhof auf.

Schon als Schülerin nahm sie Tanz- und Gesangsstunden; nach der Matura absolvierte sie eine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, wo Klaus Maria Brandauer einer ihrer wichtigsten Lehrer und Mentoren wurde.

Gleich anschließend wurde Birgit Minichmayer an das Burgtheater in Wien engagiert, wo sie 1999 als Dirne in Schnitzlers "Reigen" debutierte und bald festes Ensemblemitglied wurde. Ein Jahr später erhielt sie den Nestroy-Theaterpreis als "Bestes Nachwuchstalent".

Im April 2004 war sie in Frank Castorfs "Gier nach Gold" bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen zu sehen, einer Co-Produktion mit der Volksbühne Berlin, der sie ab 2004 dann als permanentes Ensemblemitglied angehörte. Von 2007 bis 2011 kehrte sie nach Wien an das Burgtheater zurück, wo sie u.a. in Luc Bondys Inszenierung von "König Lear", in "Der Weibsteufel", "Macbeth" und in Stefan Puchers "Struwwelpeter" spielte.

2010 und 2011 gab sie bei den Salzburger Festspielen die "Buhlschaft" an der Seite von Nicholas Ofczarek als Jedermann. Von 2011 bis 2013 zählte sie zum festen Ensemble des Residenztheaters in München und war dort u.a. in "Kasimir und Karoline", "Faustin and out" und "Interview" zu sehen. Seit 2014 spielt sie frei an renommierten Bühnen in Wien, München, Berlin und Hamburg.

Neben ihrer erfolgreichen Theaterkarriere ist Birgit Minichmayr auch in Fernsehrollen und auf der Kinoleinwand präsent:
2000 gab sie in "Abschied - Brechts letzter Sommer" ihr Kinodebüt, 2001 spielte sie in István Szabos "Taking Sides - Der Fall Furtwängler" und wurde dafür auf der Berlinale 2001 zum "Shooting Star" gekürt. Zu ihren wichtigsten Arbeiten gehören so unterschiedliche Filme wie Jessica Hausners "Hotel" (2004), Tom Tykwers Roman-Adaption "Das Parfum" (2006), Doris Dörries "Kirschblüten – Hanami" (2008), Wolfgang Murnbergers "Der Knochenmann" und Michael Hanekes "Das weiße Band".

Im Fernsehen war Birgit Minichmayr in den vergangenen Jahren unter anderem in "Adele – Das Geld der Anderen", der ZDF-Serie "Dengler" sowie in "Eine Liebe für den Frieden – Bertha von Suttner und Alfred Nobel" zu sehen. Darüber hinaus nahm Birgit Minichmayr 2008 zusammen mit "Die Toten Hosen"-Frontmann Campino die Ballade "Auflösen" auf und schrieb mit ihm zusammen den Text des bekannten Liedes "Tage wie diese".

Am 19. März 2019 erhält sie den Großen Diagonale-Schauspielpreis in Graz.

Birgit Minichmayr ist verheiratet und Mutter von Zwillingen.

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Nestroy-Preis (für den besten Nachwuchs in Der Färber und sein Zwillingsbruder am Burgtheater), 2000
  • "Shooting Star" der Berlinale, 2001
  • Ulrich-Wildgruber-Preis, 2003
  • Nestroy-Preis (Hauptdarstellerin in der Rolle der Medea in Grillparzers Das goldene Vlies am Burgtheater), 2004
  • "Silberner Bär", Darstellerpreis der Berlinale (für ihre Rolle in Maren Ades Film "Alle Anderen"), 2009
  • Diagonale-Schauspielpreis für Der Knochenmann, 2009
  • Romy für die beliebteste Schauspielerin, 2012
  • Preis der Filmakademie, 2012
  • "Pro Meritis Scientiae et Litterarum" für besondere Verdienste in der Kunst in Bayern, 2012
  • Wiener Schauspielerring, 2013
  • Kurt-Meisel-Preis für herausragende schauspielerische Leistungen, 2013
  • Österreicherin des Jahres (in der Kategorie "Erfolg international"), 2015
  • Ehrenpreis des Filmfestivals Bozen für eine herausragende Filmkarriere, 2018
  • Deutscher Filmpreis in der Kategorie Beste weibliche Nebenrolle (für "3 Tage in Quiberon"), 2018
  • Großer Diagonale-Schauspielpreis, 2019

Werke (Auswahl)#

Filme
  • Abschied. Brechts letzter Sommer, 2000
  • Spiel im Morgengrauen, 2001
  • Taking Sides – Der Fall Furtwängler, 2001
  • Der Zerrissene – als Kathi (TV-Aufzeichnung einer Aufführung des Wiener Burgtheaters), 2001
  • Tatort (TV-Folge: Böses Blut), 2001
  • Liegen lernen, 2003
  • Polterabend (TV), 2003
  • Der Untergang (Regie: Oliver Hirschbiegel), 2004
  • Hotel (Regie: Jessica Hausner), 2004
  • Das Wiener Burgtheater – als Birgit Minichmayr (Regie: Erna Cuesta), 2004
  • Spiele Leben – als Tanja (Regie: Antonin Svoboda), 2005
  • Daniel Käfer – Die Villen der Frau Hürsch (TV), 2005
  • Fallen, 2006
  • Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders (Regie: Tom Tykwer), 2006
  • Kronprinz Rudolf (Regie: Robert Dornhelm), 2006
  • Midsummer Madness , 2007
  • Krankheit der Jugend, 2007
  • Daniel Käfer - Die Schattenuhr (TV), 2008
  • Polizeiruf 110 (TV), 2008
  • Kirschblüten (Regie: Doris Dörrie), 2008
  • Alle anderen, 2009
  • Der Knochenmann – als Birgit, u. a. mit Josef Hader (Regie: Wolfgang Murnberger), 2009
  • Der Weibsteufel (TV), 2009
  • Das weiße Band (Regie: Michael Haneke), 2009
  • Die Verführerin Adele Spitzeder (TV), 2011
  • Gnade (TV), 2012
  • Der Fall Wilhelm Reich, 2012
  • Die Auslöschung (Regie: Nikolaus Leytner), 2013
  • Bloch – Das Labyrinth, 2013
  • Unter Feinden, 2013
  • Eine Liebe für den Frieden, 2014
  • Lieber Hans, bester Pjotr, 2014
  • Dengler – Die letzte Flucht, 2015
  • Jack (Regie: Elisabeth Scharang), 2015
  • Dengler – Am zwölften Tag, 2016
  • Tiere, 2017
  • Dengler – Die schützende Hand, 2016
  • Nur Gott kann mich richten , 2017
  • 3 Tage in Quiberon, 2018
  • Dengler – Fremde Wasser (Regie: Rick Ostermann), 2018
  • Kirschblüten & Dämonen, 2018
  • Die Goldfische, 2018/2019
  • Brennende Kälte, 2018/2019

Theaterrollen

  • Dirne in "Der Reigen" von Arthur Schnitzler, 1999
  • Rosa Blau in "Der Färber und sein Zwillingsbruder" von Johann Nestroy, 2000
  • Cressida in "Troilus und Cressida", 2000
  • Der Leutnant von Inishmore von Martin McDonough, 2001
  • Wendla in "Frühlings Erwachen", 2001
  • Ophelia in "Hamlet" von William Shakespeare, 2002
  • Das weite Land, 2002
  • Anatol, 2002
  • Medea, in "Das goldene Vlies" von Franz Grillparzer, 2004
  • Gier nach Gold von Frank Norris (Co-Produktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen), 2004
  • Schuld und Sühne von Fjodor Dostojewskij (Co-Produktion mit den Wiener Festwochen und dem Théâtre national de Chaillot), 2005
  • Meine Schneekönigin von Hans Christian Andersen, 2005
  • Strepitolino – I Giovanotti Disgraziati von René Pollesch, 2006
  • Polly in "Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht, 2006
  • Narr in "König Lear" von William Shakespeare, 2007
  • Lady Macbeth in "Macbeth" von William Shakespeare, 2008
  • Die Frau in "Der Weibsteufel" von Karl Schönherr, 2008
  • "Das Pulverfass" von Dejan Dukowski, 2008
  • "Das Interview" von Theo van Gogh und Theodor Holman, 2009
  • Sängerin / Schauspielerin in "Struwwelpeter" von Julian Crouch, Martyn Jacques, Phelim Mc Dermott nach Heinrich Hoffmann, 2009
  • Marianne in "Geschichten aus dem Wienerwald" von Ödön von Horvath, 2010
  • Helena in "Helena von Euripides" von Peter Handke, 2010
  • Buhlschaft im "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal (Salzburger Festspiele), 2010–2012
  • Karoiline in "Kasimir und Karoline" von Ödön von Horváth, 2011
  • Hedda in "Hedda Gabler" von Henrik Ibsen, 2012
  • Silvia in "Cavalcade or Being a holy motor" von René Pollesch, 2013
  • "Glanz und Elend der Kurtisanen" von René Pollesch nach Honoré de Balzac, 2013
  • FaustIn in "FaustIn and out" von Elfriede Jelinek, 2014
  • Gunhild Borkman in "John Gabriel Borkman" von Henrik Ibsen, 2015
  • "Judith" von Friedrich Hebbel, 2016
  • Medea.Matrix von Susanne Kennedy und Markus Selg, 2016
  • Carol Reed von René Pollesch, 2017

Hörbücher, Hörspiele, Musikalbum, Lied

Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl