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Schmidt-Chiari, Guido#


* 13. 9. 1932 Wien

† 21. 8. 2016, St. Anton am Arlberg


Jurist, Finanzberater, Bankmanager

G. Schmidt-Chiari. Foto, 1996, © Creditanstalt-Bankverein AG, Wien, für AEIOU
G. Schmidt-Chiari. Foto, 1996
© Creditanstalt-Bankverein AG, Wien, für AEIOU

Guido Nikolaus Schmidt-Chiari wurde am 13. September 1932 in Wien als Sohn des (ehemaligen österreichischen Außenministers) Guido Schmidt geboren und wuchs in Vorarlberg auf. 1956 schloss er das Jus-Studium an der Universität Wien ab.

1958 trat er - nach Auslandstätigkeiten für heimische Industrieunternehmungen in Übersee und ersten Jahren als Banker in New York - in die Wiener Creditanstalt ein. Dort wurde er 1971 in den Vorstand berufen und zehn Jahre später zum Vize-Chef ernannt.

1988 wechselte er als Nachfolger von Ex-Finanzminister Hannes Androsch auf den Chefsessel der noch maßgeblich staatlichen Bank. Unter seiner Leitung gelang der Wiederaufstieg des Instituts: die Bank weitete ihren Aktionsradius wieder massiv nach Osteuropa aus, die Ertragskraft wuchs. Den Großteil seiner Funktionsperiode als CA-Chef kämpfte Schmidt-Chiari um die Eigenständigkeit des von ihm geführten Instituts. Im Zuge der Übernahme der Creditanstalt durch die Bank Austria trat Guido Schmidt-Chiari 1997 zurück.
(Die CA ging in der Bank Austria auf, die Bank Austria dann in der deutschen HypoVereinsbank und diese wiederum in der Mailänder UniCredit.)


Nach seiner aktiven Bankertätigkeit war der großbürgerliche Finanzmanager wieder Berater, u.a. bei der Industriellenfamilie Turnauer, wo er den Aufsichtsratsvorsitz der beiden Turnauer-Konzerne übernahm und Vorstand der Turnauer-Privatstiftung wurde.

Guido Schmidt-Chiari engagierte sich zudem auf dem Immobilienmarkt und im Seilbahngeschäft, bekleidete über Jahrzehnte zahlreiche Aufsichtsratsmandate in österreichischen Industrieunternehmen und war Träger hoher Auszeichnungen.

Guido Schmidt-Chiari war mit Stephanie Gräfin Strachwitz von Gross-Zauche und Camminetz verheiratet und hatte sechs Kinder; er verstarb am 21. August 2016 in St. Anton am Arlberg.

Quellen#

Redaktion: I. Schinnerl