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Sibiu #

Sibiu (deutsch Hermannstadt, ungarisch Nagyszeben) ist eine Stadt im Kreis mit dem selben Namen in Siebenbürgen. Es war 2007 zusammen mit Luxemburg Kulturhauptstadt Europas. In Siebenbürgen bildete Hermannstadt das Oberzentrum im wichtigsten Siedlungsgebiet der Siebenbürger Sachsen. Der Hermannstädter Stuhl [1] war auch flächenmäßig der größte. Hier trafen sich die wichtigsten Handelsrouten Siebenbürgens. Die Lage an diesem Wegekreuz war für die Stadt von herausragender Bedeutung, machte sie aber auch immer wieder zum Ziel heftiger Angriffe.

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  • Alle folgenden Bilder und Bildunterschriften sind © Heimo Müller, Sommer 2016


Sibiu (German: Hermannstadt, Hungarian Nagyszeben) is a ctiy in the district Sibiu in Transylvania. It was cultural city of Europe together with Luxembourg in 2007. In Transylvia Sibiu was the official center and district [2] of the area of settlement of Transylvian Saxons. This district was also the largest district. It was the place where many roads crossed from all directions, making it a place of high importance, and at the same time a place of many attacks.

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  • All pictures and captions below are © Heimo Müller, Summer 2016
Sibiu
Part of city wall/Teil der Stadtmauer)
Sibiu
Defensive tower on city wall/Töpferturm, dritter Verteidigungsring)
Sibiu
Old House - 1600/Altes Haus - 1600
Sibiu
Roofscape/Dachlandschaft
Sibiu
City Hall/Rathaus
Sibiu
House of traditional guild/ Zunfthaus, ehemaliger Fleischerlauben am kleinen Ring
Sibiu
Facade/Fassade)
Sibiu
Small ring/Kleiner Ring
Sibiu
Protestant church, 2016/Evangelische Kirche, 2016
Sibiu
Protestant church, 1990/Evangelische Kirche, 1990
Sibiu
Church/Kirche

[1] Die Sieben "Stühle" bestanden aus dem Hauptstuhl Hermannstadt (Cybininum) und den Unterdistrikten Schäßburg (castrum Sches), Mühlbach (Muehlbach), Großschenk (Schenk), Reußmarkt (Ruzmargt), Reps (Kozd), Leschkirch (Leuskyrch) und Broos (Waras). Die erste urkundliche Erwähnung findet sich in einer Schrift vom 14. Juli 1349, in der erstmals alle acht sogenannten Sieben Stühle – ein „Hauptstuhl“ und sieben „Nebenstühle“ – genannt werden. Sie gehörten zum Königsboden, ein alter Regionsname in Siebenbürgen und deutet auf die besondere Rechtslage des Gebiets im Mittelalter hin. Ab dem 12. Jahrhundert war das relativ dünn besiedelte Gebiet durch deutsche Siedler erschlossen worden und ein zusammenhängender königlicher Besitz; der ungarische König Géza II. warb ab 1146 Siedler aus dem Deutschen Reich an. Mittelalterliche Quellen nannten das Gebiet damals terra regis oder fundus regis. Die dort lebenden Siebenbürger Sachsen waren nur dem König von Ungarn untertan, der sie im Goldenen Freibrief von 1224 (Andreanum) mit weitreichenden Privilegien und Sonderrechten sowie einer Art Autonomiestatut ausstattete.
[2] The seven districts consisted of Sibiu (Cybininum) and the lower districts Schäßburg (castrum Sches), Mühlbach (Muehlbach), Großschenk (Schenk), Reußmarkt (Ruzmargt), Reps (Kozd), Leschkirch (Leuskyrch) und Broos (Waras).