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Aperschnalzen, Goaßlschnalzen#

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"Heimatlexikon - Unser Österreich"
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Das Aperschnalzen oder Goaßlschnalzen ist ein Brauch im Salzburger Flachgau und im benachbarten Rupertigau. Es wird zwischen Stefanitag und dem Faschingsdienstag ausgeübt: jedes 3. Jahr im Flachgau, dazwischen im bayrischen Rupertiwinkel, entlang der Grenzflüsse Saalach und Salzach. Urkundlich belegt ist der Brauch des Aperschnalzens im Rupertiwinkel erst ab dem Jahr 1810, Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er wiederbelebt. In Linz wird seit 1925 ein ähnlicher Neujahrsbrauch ausgeübt: die kurzstieligen Peitschen sind 4 m lang und 4 kg schwer. Das Ende, das den Knall erzeugt, ist ein 30 cm langer Seidenfaden mit einem Knoten (Schmiss).

In früheren Jahrhunderten knallten die Fuhrleute mit ihrer Peitsche ("Goaßl" - je nach Region auch "Goißl", "Geißel" oder "Gaßl"), um an unübersichtlichen Stellen auf ihren Wagen aufmerksam zu machen. Zur Unterscheidung von anderen Fuhrwerken setzten sie immer speziellere Knallfolgen ein: es entstanden bestimmte Schlagarten wie der Vorhandschlag, der Rückhandschlag und der Doppelschlag, später auch die "Triangel. Eine "Goaßl" besteht aus einem Holzstiel und einem Hanfseil, das sich nach außen verjüngt und mit schwarzem Pech eingelassen wird.

Seit 1936 (erstmals in Maxglan) finden Preisschnalz-Wettbewerbe teil. Dabei wird die Präzision der Schnalzer bewertet: sie müssen absolut sauber und im Takt der Musik sein; nach maximal drei Minuten urteilt eine Jury über Gesamteindruck, Musikalität und Technik (viele Doppel- und Dreifachschläge bringen Extra-Punkte).Die größte Veranstaltung dieser Art, das Rupertigau Preisschnalzen bildet den Abschluss der Saison.

Quellen#


Redaktion: hmw, Ergänzung: I. Schinnerl

Siehe auch: