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Christbaumtauchen#

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"Heimatlexikon - Unser Österreich"
Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum
In zahlreichen Seen und Flüssen werden in der Adventzeit Christbäume, die mit speziellen Lichtern beleuchtet werden im nicht so tiefen Wasser versenkt. Von Einsatzorganisationen, wie Wasserrettung, den Tauchern der Feuerwehren oder von Wassersportvereinen werden diese dann im Rahmen von Adventfeiern, musikalischer Begleitung oder Fackelzügen an die Oberfläche getaucht.

In Gmunden am Traunsee in Oberösterreich hat der Brauch des Christbaumversenkens oder Christbaumtauchens seinen Ursprung. Ende der Sechziger Jahre hatte Sepp Höller die Idee nicht nur den Verunglückten im See zu gedenken, sondern auch den Kindern des benachbarten SOS-Kinderdorfes eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Es wird entweder ein beleuchteter Christbaum im See versenkt oder heraufgetaucht.

Der Erste Kärntner Unterwasser-Sportclub (EKUS) veranstaltet jährlich das traditionelle Christbaumversenken an der Schiffsanlegestelle Klagenfurt am Wörthersee. Am letzten Sonntag vor Weihnachten wird bei der Schiffsanlegestelle an alle im Wasser verunglückten Menschen gedacht. Dabei wird ein Christbaum mit Lichtern geschmückt, anschließend feierlich geweiht und von den Tauchern im See versenkt.

Da gerade Kärnten für seine wunderschönen Badeseen bekannt ist, wird bei dieser besinnlichen Veranstaltung allen Verunglückten gedacht und für eine unfallfreie Saison gebetet. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt undes gibt für alle Gäste gegen eine kleine Spende heiße Getränke und Kekse.

Auch im Neufeldersee im Bezirk Eisenstadt Umgebung wird dieser besondere Brauch von dem Tauchverband Aquanaut Austria Tauchclub gepflegt. Sie bedanken sich beim „Gott des Meeres“ für ein Jahr ohne Tauchunfall und versenken als Dankeschön einen Christbaum im Wasser. Als Besonderheit ist dieser Christbaum mit Hundefutter geschmückt, weil die Fische erfahrungsgemäß gerne daran knabbern.

Quellen#


Redaktion: K. Ziegler