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Doppelwendeltreppe#

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"Heimatlexikon - Unser Österreich"
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Doppelwendeltreppe, Graz
Burg, Doppelwendelreppe
© Graz Tourismus - Harry Schiffer

Die spätgotische Doppelwendeltreppe, auch Zwillingswendeltreppe genannt, befindet sich in der Grazer Burg Burg, Graz und wurde 1499 bis 1500 zur Zeit des deutschen Königs und späteren Kaisers Maximilian I. errichtet.

Burggarten, aussen
Burgarten, Aussenaufnahme, Burg
© Graz Tourismus - Harry Schiffer
Die Burg wurde ab 1438 als Residenz für die Habsburger errichtet und war ursprünglich in die mittelalterliche Stadtbefestigung einbezogen. Im Laufe der Zeit wurde sie immer wieder baulich verändert: Trakte wurden neu hinzugefügt, andere zerstört. Heute ist die Grazer Burg ist ein ausgedehnter, zwei bis viergeschossiger Baukomplex, der sich um drei Höfe gruppiert und Amtssitz des Landeshauptmanns der Steiermark ist.

Man findet auch heute noch zahlreiche beeindruckende Zeugnisse vergangener Zeit - vom Biedermeier über Renaissance bis zurück in die Gotik.

Der architektonisch interessanteste Teil ist der Treppenhausturm mit der Zwillingswendeltreppe, einer der bedeutendsten Treppen in der Baukunst Mitteleuropas.

Doppelwendeltreppe
Burg, Doppelwendelreppe
© Graz Tourismus - Harry Schiffer
Sie zeichnet sich durch die Qualität der Detailausführung und die Gewagtheit ihrer Konstruktion mit Hohlspindeln aus: die gegenläufige Treppe - beide Läufe mit 49 Steinstufen sind selbstständige Stiegen mit gemeinsamen Stufen an den Verbindungsstellen - führt bis zum zweiten Geschoß um je eine Spindel, darüber steht sie fast 7,5 Meter hoch freitragend (lediglich in die Außenmauer eingespannt).

An den Fassaden der Wendeltreppe wurden 1506 zwei römische Grabsteine aus der nahen Römerstadt Flavia Solva eingemauert.

Zahlreiche sogenannte Steinmetzzeichen am Bau zeugen von den Steinmetzen, die an der Errichtung der Doppelwendeltreppe mitgewirkt haben.

Der Baumeister selbst ist unbekannt, jedoch wurden die Zwillingswendeltreppen ursprünglich von Peter Parler, einem großen Meister spätgotische Baukunst geschaffen.

Wie bei allen Bauten Friedrichs III finden sich auch hier überall Datierungssteine mit den Buchstaben AEIOU.

Die Höfe der Grazer Burg sowie auch die Wendeltreppe sind frei zugänglich und zu besichtigen.

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Redaktion: I. Schinnerl, H. Maurer