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Michelbeuerngrund, Wien 9#

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"Heimatlexikon - Unser Österreich"
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Michelbeuerngrund
Michelbeuerngrund auf dem Plan von Carl Graf Vasquez, um 1830.
Foto: Peter Gugerell. Aus: Wikicommons

Der Michelbeuerngrund war bis 1794 ein Teil der Alservorstadt und ist seit der Eingemeindung 1850 ein Teil des Bezirks Alsergrund. Die Grenzen der 449.700 m² großen Vorstadt bildeten das rechte Ufer des Währinger Baches zwischen Sechsschimmel- und Fuchsthallergasse, Nußdorfer Straße, Spitalgasse, Lazarettgasse, Meynertgasse und Gürtel.

Die Bezeichnung, die auf die Besitzverhältnisse verweist, findet sich erst 1825 im Grundbuch. Hier, wie auch im angrenzenden Währing, war das Salzburger Benediktinerkloster Michaelbeuern die Grundherrschaft. 1786 verkaufte das Stift den Besitz der Gemeinde Wien.

Das bekannteste Gebäude des Michelbeuerngrundes ist die Volksoper, die auf damals noch zu Währing gehörendem Areal, 1898 als Kaiser-Jubiläums-Stadttheater errichtet wurde. Markant sind auch die Gebäude der Sigel'schen Lokomotiven- und Maschinenfabrik, die sich entlang der Währinger Straße 59, über die Severin- und Michelbeuerngasse, Wilhelm-Exner-Gasse erstreckte. 1885-1979 war im Direktionsgebäude das Technologische Gewerbemuseum (TGM) untergebracht. Nach der Übersiedlung der Lehranstalt dient es als selbstverwaltetes Werkstätten- und Kulturhaus (WUK).

Als Hugo Gerard Ströhl 1904 die Vorstadtsiegel zu Bezirkswappen zusammenstellte, übernahm er für Michelbeuern die Elster von der Alservorstadt. Auf Anregung von Prof. Alfred Wolf wurde es 1988 geändert und entspricht nun dem Siegel der Abtei: die stilisierten Flügel des Erzengels Michael auf gespaltenem Schild.

Quellen#


Redaktion: hmw

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