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Palais Harrach, Wien 1#

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"Heimatlexikon - Unser Österreich"
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Palais Harrach
Palais Harrach
© P.Diem

Freyung 3-3a/ Herrengasse 16 Freyung 3-3a, Wien dominiert das Palais Harrach das Bild des Platzes. Es wurde für Ferdinand Bonaventura v. Harrach um 1690 von Domenico Martinelli (1650-1719) erbaut, der mit den übergiebelten Seitenrisaliten eine neue Form nach Wien brachte. Der luxuriöse Palast ragte in den Zwickel Herrengasse-Freyung vor, wo sich ein Gärtchen mit Lusthaus unterbringen ließ. Der Bauherr freute sich über das geräumige Treppenhaus, das jene von spanischen und französischen Prachtbauten übertreffen sollte. Es ist mit Marmorportalen und Stuckdekorationen ausgestattet. Die Hauskapelle, Maria Immaculata geweiht, trägt ein Johann Michael Rottmayr (1654-1730) zugeschriebenes Deckenfresko. Das heutige Aussehen ist von mehreren Umbauten bestimmt: Mitte des 19. Jahrhunderts verändert, fiel der vordere Teil 1945 einem Bombentreffer zum Opfer. In den 1990er Jahren war eine Rekonstruktion der Fassade möglich, doch musste der Garten der Einfahrt in eine Tiefgarage weichen. Seit 1980 im Besitz der Gemeinde Wien, können die Prunkräume des Palais für Veranstaltungen gemietet werden.

Quelle#

  • Helga Maria Wolf. Spurensuche Wien. Rundgänge durch die Geschichte. Erfurt 2007

Die Maria Empfängnis-Kapelle im Palais Harrach#

Kapelle
Blick in die Kapelle - Photo: P. Diem

Viele Jahre nicht mehr erlebbar, als auch dem Bewusstsein der Wiener fast vollkommen entzogen, wird dieser wunderbare Raum nun erstmals für die interessierte Öffentlichkeit wieder geöffnet, um zu zeigen, dass sich so manches Schmuckstück hinter unscheinbaren Fenstern und Türen innerhalb des Palaisviertels verbirgt...

In dem im Jahr 1696 unter Christian Alexander Oedtl sowie Dominico Martinelli erbauten Palais Harrach, wurde 1703 die an der Herrengasse gelegene Maria-Empfängnis-Kapelle durch den Salzburger Fürsterzbischof Franz Anton Graf Harrach eingeweiht. Unter Kaiser Joseph II. wurde diese allerdings wieder geschlossen. Den prunkvollen Marmoraltar schuf der aus Bologna stammende Antonio Beduzzi und das die Kapelle bekrönende Deckenfresko malte vermutlich niemand anderer als der aus Salzburg stammende Johann Michael Rottmayr.


Redaktion: hmw