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St. Aegidi, "Wunderquelle" #

(Gemeinde Waidhofen an der Ybbs)

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"Heimatlexikon - Unser Österreich"
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St. Ägidi
Mirakelbrunnen
© Wolf Ruzicka

Gegenwart
Der Kirchweiler St. Aegidi liegt in der Streusiedlung Walcherberg der Gemeinde Waidhofen an der Ybbs. Die Filialkirche "Zum hl. Ägidius" - 1526 geweiht und 1632 erweitert - weist Opfergangsportale auf, die auf eine Vergangenheit als Wallfahrtsort hindeuten. Der "Mirakelheilbrunnen" ist ein Holzhaus von 1988 mit dem Brunnenschacht, aus dem man Wasser schöpfen kann. Ein barockes Votivbild darin zeigt, wie Scharen von Hilfesuchenden zu Ägidius Zuflucht nahmen. Der Nischenbildstock daneben ist mit der Jahreszahl 1951 bezeichnet.

Geschichte
Im 17. Jahrhundert trank man das Wasser, badete darin und nahm es mit, um kranken Kindern ein warmes Bad zu bereiten. Gründe zum Besuch des Mirakelbrunnens waren Pest, Augenleiden, Fußkrankheiten, Viehseuchen und das - später vorherrschende - Wetterpatronat. Bei der Aufhebung der Kirche (1787) sollen Wagenladungen von Krücken weggebracht worden sein.

Geschichten
1633 erschien der hl. Ägidius einer geisteskranken Frau und riet ihr, andächtig zu Gott zu beten, sich bei dem Brunnen zu waschen und davon zu trinken.

Redaktion: hmw

Siehe auch:
--> Wunderquellen in Niederösterreich nach Helga Maria Wolf: Katalog zur Ausstellung "Mythos Wasser", ehem. NÖ Museum für Volkskultur, Groß-Schweinbarth, 2009
--> Heilige Quellen in Österreich von Siegrid Hirsch und Wolf Ruzicka, 2008