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Krauss, Clemens#


* 31. 3. 1893, Wien

† 16. 5. 1954, Mexico City


Dirigent


Der Sohn der Hofoperntänzerin und späteren Sängerin Klementine Krauss wurde 1902 Hofsängerknabe. Er studierte am Wiener Konservatorium Klavier, Komposition und Chorleitung. Seine große musikalische Laufbahn begann er als Chordirektor in Brünn. Über Riga, Nürnberg, Stettin und Graz kam er 1922 als Dirigent an die Wiener Staatsoper, deren Direktor er auch 1929-1934 war. 1923 leitete er das Wiener Tonkünstlerorchester. 1924 rief er die zum Welterfolg gewordenen Neujahrskonzerte der Wiener Philharmoniker ins Leben. 1934-1936 Direktor der Berliner Oper, 1937-1944 Opernintendant in München und 1939-1942 Leiter der Salzburger Festspiele, wurde er 1945 mit Berufsverbot belegt. Ab 1947 dirigierte er wieder regelmäßig an der Staatsoper, bei den Philharmonikern und in Salzburg. Krauss gilt als einer der bedeutendsten Operndirigenten des 20. Jahrhunderts. Er war ein "Kavalier mit dem Taktstock" und ein großer Musikpädagoge, der es verstand, die Talente der Musiker zu entfalten und durch seinen subtilen Klangsinn ein Orchester mit vielen Zungen zum Erklingen zu bringen. Eng befreundet mit Richard Strauss, dirigierte er die Uraufführungen einiger Strauss-Opern, so "Arabella" (Dresden, 1933) und "Capriccio" (München, 1942); zu letzterer schrieb Krauss unter der Mitarbeit des Komponisten das Textbuch. Krauss starb auf einer Konzerttournee durch Mittelamerika.

Literatur#

  • J. Gregor, Clemens Krauss (1953)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992