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Stoß, Franz#


* 28. 5. 1909, Wien

† 21. 6. 1995, Steinbach a. Attersee (Oberösterreich)


Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor


Der Sohn eines Kinodirektors maturierte am Wiener Schottengymnasium, studierte anschließend Jus und absolvierte daneben die Akademie für Musik und darstellende Kunst. Er begann seine Laufbahn 1929/30 am Volkstheater, trat dann an Provinzbühnen auf und führte bereits in Graz und Teplitz-Schönau Regie, ehe er Theaterleiter wurde, u. a. in Troppau und Berlin. Als Kritiker des NS-Regimes seines Postens enthoben, tauchte er unter und lebte bis Ende des 2. Weltkriegs als "U-Boot" in Jugoslawien. 1945 übernahm er in Wien die Leitung des Bürgertheaters, daneben 1949/50 auch des Stadttheaters. 1953 übersiedelte der "fröhliche Pessimist" (Eigendefinition) in die Direktion des Theaters in der Josefstadt, die er bis 1977 innehatte (1953-1958 und 1972-1977 gemeinsam mit Ernst Haeusserman). Stoß hat das traditionsreiche Haus mit geschickter Hand durch viele Fährnisse gesteuert. Als Schauspieler verkörperte er v. a. komische Rollen. Er trat auch häufig in Film und Fernsehen auf; besonders populär machte ihn die TV-Serie "Die liebe Familie".



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992