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Wölfling, Leopold#

(Erzherzog Leopold Ferdinand Salvator)


* 2. 12. 1868, Salzburg

† 4. 7. 1935, Berlin


Erzherzog


Erzherzog Leopold Ferdinand Salvator war der älteste Sohn von Großherzog Ferdinand IV. von Toskana. Er wurde zum Marineoffizier ausgebildet, dann aber wegen verschiedener Unzukömmlichkeiten vom Kaiser zur Infanterie versetzt. Wegen einer unstandesgemäßen Liaison kam er in eine geschlossene Anstalt, wonach er nicht wieder in die Armee aufgenommen wurde. 1902 verzichtete er auf Titel und Rechte eines Erzherzogs, nahm den bürgerlichen Namen Leopold Wölfling an und ehelichte seine Angebetete, ließ sich jedoch bald wieder scheiden. Er heiratete anschließend noch zweimal und lebte hauptsächlich in der Schweiz und in Paris von seiner Apanage. Nach 1918 musste er sich seinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Er hielt sich in Wien und in Berlin auf und ging den verschiedensten Beschäftigungen nach (u. a. war er Würstelverkäufer und führte in Wien-Donaustadt eine Gemischtwarenhandlung). Schriftstellerisch nicht unbegabt, verfasste er Bücher, in denen er verschiedene Mitglieder des Hauses Habsburg einer heftigen Kritik unterzog.

Werke#

  • "Habsburger unter sich" (1921)
  • "My Life Story. From Archduke to Grocer" (1930)
  • "Als ich Erzherzog war" (1935, 1988). Republikaner (1987)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992