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Winter, Horst#


* 24. 9. 1914, Beuthen (Oberschlesien)


Unterhaltungsmusiker, Sänger und Kapellmeister


Winter studierte an der Berliner Musikhochschule Violine und Klarinette. Bereits 1930 gründete er sein erstes Tanzorchester, mit dem er bald auch Plattenerfolge feierte. Im 2. Weltkrieg eingerückt und in Gefangenschaft geraten, ließ er sich 1946 als "Österreicher" entlassen. Er gründete das "Wiener Tanzorchester" (WTO), das mit seinen Spitzensolisten bald äußerst populär wurde. Als Schlagersänger hatte er mit den Titeln "Ein kleiner Bär mit großen Ohren" und "Es wird ja alles wieder gut" große Erfolge. Das WTO beschäftigte sich bereits 1948 mit dem neuen Jazzstil Be-pop und hatte Titel wie "Salt Peanuts" im Repertoire. Ab 1950 in "H. Winter Tanzorchester" umbenannt, ging die Band mit dem Saxophonisten Hans Holler als Mitglied noch stärker in Richtung Jazz. Nach dem Tod von Julius Herrmann übernahm Winter 1977 die traditionsreiche Kapelle der Hoch- und Deutschmeister, mit der er alljährlich Tourneen in das Ausland unternimmt. Seine Lebenserinnerungen erschienen unter dem Titel "Dreh dich noch einmal um".



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992