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Zernatto, Guido#


* 21. 7. 1903, Treffen (Kärnten)

† 8. 2. 1943, New York


Lyriker

Guido Zernatto
Guido Zernatto
© Bildarchiv der Österr. Nationalbibliothek
Schriftsteller und Politiker. Der Sohn eines Landwirts und Kaufmanns nahm als Schüler an den Kärntner Abwehrkämpfen teil. Später arbeitete er als Einkäufer einer Holzhandelsgesellschaft und als Wanderlehrer des "Deutschen Schulvereins Südmark". 1925 gründete er die Kulturzeitschrift "Kärntner Monatshefte", die jedoch nur ein Jahr Bestand hatte. 1926 übersiedelte er nach Wien, wo er 6 Semester Jus studierte. 1930 gewann er für seinen Lyrikband "Gelobt sei alle Kreatur" den Lyrikpreis des Dresdner Jess-Verlags. Bereits seit 1928 beim Steirischen Heimatschutz in Wien tätig, wurde er Sekretär der Bundesführung und dann des "Heimatblocks", wobei sich seine Tätigkeit hauptsächlich auf kulturpolitische Fragen beschränkte. Außerdem brachte er dem schon viel diskutierten Ständewesen großes Interesse entgegen. 1934 wurde Zernatto in den Bundeskulturrat delegiert, 1936 wurde er Staatssekretär für Angelegenheiten des Bundeskanzleramtes und Generalsekretär der "Vaterländischen Front". In dieser Funktion sollte er v. a. Gespräche mit den verschiedenen nationalen Gruppen anbahnen. Im März 1938 floh er über Preßburg nach Paris, wo sein Erinnerungswerk "Die Wahrheit über Österreich" erschien. 1940 emigrierte er in die USA, 1941 wurde er Assistant Research Guido Zernatto Prof. für Politische Wissenschaften an der Fordham-Universität. In seiner Lyrik blieb der katholische Schriftsteller dem bäuerlichen Lebenskreis seiner Kärntner Heimat verhaftet.

Werke#

  • "Mein Herz im Spiegel" (Lyrik, 1928)
  • "Die Sonnenuhr" (Lyrik, 1933)
  • "Der Weg über den Berg" (Roman, 1933)
  • "Die sinnlose Stadt" (Roman, 1934)
  • "Der Jahrmarkt" (Lyrik, 1946)
  • "Vom Wesen der Nation" (hgg. von W. In der Maur, 1966)

Literatur#

  • 1. U. Zimmer, Guido Zernatto (1970)
  • O. Drekonja, Erinnerungen an Guido Zernatto (1981)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992