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Das Wiener Kaffeehaus und seine ungewöhnliche Beharrlichkeit#

von Mykyta Berzos

In einem Wiener Kaffeehaus kostet eine Melange oft mehr als ein einfacher Kaffee anderswo. Trotzdem sitzen die Gäste dort oft stundenlang an ihrem Tisch. Sie lesen Zeitung, führen Gespräche oder starren einfach ins Leere. Niemand drängt sie zum Gehen. Genau dieses Verhalten macht das Wiener Kaffeehaus zu einer der ungewöhnlichsten Institutionen Europas. Sie zahlen zwar für eine Tasse Kaffee, kaufen aber eigentlich Zeit und Raum. Genau das ist in unserer schnelllebigen Zeit etwas Besonderes. Die UNESCO hat dies schon vor Jahren erkannt und die Wiener Kaffeehauskultur 2011 zum immateriellen Kulturerbe Österreichs erklärt. In der offiziellen Beschreibung heißt es, das Kaffeehaus sei ein Ort, an dem Zeit und Raum konsumiert werden, aber nur der Kaffee auf der Rechnung steht. Diese Formulierung trifft den Kern der Sache besser als jede Hochglanzbroschüre.

Siehe den ausführlichen Bericht dazu!#