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Shabbat#

Für viele Juden ist der wöchentliche Feiertag Shabbat der wichtigste Feiertag. Er erinnert an den siebenten Tag der Schöpfung und wird als Tag des Innehaltens, der Einkehr und Freude begangen. Danielle Spera schreibt: Wir feiern ihn durch Arbeitsruhe, ein festliches Abendmahl, durch Gebet, durch Gottesdienst, durch das Anzünden der Shabbatkerzen und durch die Rituale von Kiddush (Heiligung) zu Beginn des Shabbat und Hawdala (Untersscheidung, Trennung vom Feiertag hin zur profanen Arbeiztswoche) zum Shabbat-Ausgang. … Als einziger Feiertag wird der Shabbat in den zehn Geboten genannt… (2. Buch Mose 20,8).

Zu den Brauchelementen am Freitag zählen das Backen des traditionellen Zopfbrots (Challa, Barches), das festliche Decken des Tisches, die Vorbereitung der Speisen, schöne Kleidung, Anzünden der Shabbatkerzen durch die Frauen (18 Minuten vor Sonnenuntergang), Besuch der Synagoge, Segnung der Kinder durch die Eltern, typische koschere Speisen wie Tscholent, ein Eintopfgericht, Segen über Wein und Brot, Sabbatlieder usw. Den Samstagvormittag verbringt man in der Synagoge, der Nachmittag dient der Erholung. Mit der Hawdala-Zeremonie klingt der Shabbat aus. Dazu wird eine speziell geflochtene Kerze mit mehreren Dochten entzündet, ein Segensspruch über den Wein gesprochen und man riecht an Gewürzen, die in der Besaminbüchse aufbewahrt sind.

Quelle:
Le Chaim! Mit Danielle Spera durch das jüdische Jahr. Wien 2022