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Wiener Festwochen#

Die ersten Wiener Festwochen wurden 1951, noch in der Besatzungszeit, eröffnet. Sie wollten die Tradition der höfischen Barockfeste, die vielfältigen kulturellen Veranstaltungen der Bürger und Arbeiter fortsetzen. Im Gegensatz zu elitären Festspielen sollten sie ein demokratisches Volksfest, ein Festspiel der ganzen Stadt werden. Seither fanden sich alljährlich Tausende Menschen bei der Festwocheneröffnung auf dem Rathausplatz ein.

Nach 75 Jahren gibt es 2026 Kontroversen: Chefdramaturgin Sara Abbasi betonte im "im „Wien heute"- Interview, in den vergangenen Jahrzehnten habe sich das Festival immer stärker als gesellschaftspolitisches Projekt verstanden – mit Inszenierungen, die provozieren, polarisieren und Debatten auslösen sollten. So wurde "der Mann mit dem heilenden Blick" ("Standard"), der Kroate Josip Grabovac Braco ("Brüderchen") eingeladen. Schon früh hätten die Festwochen begonnen, „Tabus zu brechen“ und „Konventionen zu hinterfragen“. Zum dritten Mal leitet Milo Rau das Festival. Die Eröffnung ging nicht wie gewohnt (wegen des eurovisons Song Contests) auf dem Rathausplatz, sondern am 22. Mai auf dem Heldenplatz über die Bühne.

Eingespart wurde hingegen das von "Basis.Kultur.Wien" organisierte "Wir sind Wien-Festival", das seit 2009 die früheren Bezirksfestwochen ablöste.


Quellen: 
Helga Maria Wolf. Das neue BrauchBuch. Wien 2000. S. 192
2026
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