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Kiebitz#

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Briefmarke, Kiebitz
© Österreichische Post

Briefmarke, Kiebitz
© Österreichische Post

Flugkünstler über dem Acker Der Kiebitz, Österreichs Vogel des Jahres 2026, ist das dritte Motiv der Serie „Heimische Vögel“, in der die Österreichische Post in Kooperation mit BirdLife Österreich gefährdete Vögel vorstellt.

Der etwa taubengroße Kiebitz (Vanellus vanellus) ist mit seinem schwarz-weißen und metallisch grün schimmernden Gefieder und seinem Federschopf ein auffälliger Vogel auf Ackerflächen in der offenen Landschaft. Mit Glück kann man ihn von März bis Mai bei seinem rasanten und spektakulären „gaukelnden“ Balzflug über seinen Revieren beobachten.

Sein Nest legt der Kiebitz mitten im Acker auf dem Boden an, am liebsten in Gemeinschaft mit Artgenossen, denn bei der Abwehr von möglichen Fressfeinden helfen alle Kiebitze einer Kolonie zusammen. Dies nützt ihnen allerdings nichts gegen die Gefahren durch landwirtschaftliche Arbeiten. Ackerflächen sind ihr Ersatzlebensraum für verlorene Feuchtwiesen und mager bewachsene, ungestörte Flächen. Seit 1998 ist jeder zweite Kiebitz in Österreich verschwunden. In der Ampelliste von BirdLife Österreich, die Vogelarten nach dem Schutzbedarf einteilt, ist der Kiebitz in der höchsten Stufe Rot eingetragen, in Kärnten steht er kurz vor dem Aussterben. Um das zu verhindern, müssen die Gelege auf den Äckern geschützt und den Jungen Nahrungsflächen wie etwa Sutten, Feuchtstellen, Ackerraine und Brachflächen in der Umgebung der Brutplätze geboten werden. Vor allem auf Feuchtflächen können sich die Jungvögel kurz nach dem Schlüpfen gut selbstständig ernähren und im besten Fall im darauffolgenden Jahr für eigenen Nachwuchs sorgen.