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Wurm, Franz Xaver#

* 18. 7. 1786, Ebental bei Klagenfurt

† 6. 11. 1860, Wien


Erfinder


Ing. Franz Xaver Wurm war der Sohn eines gräflichen Gärtners. nach Absolvierung der Normalschule kam er zu einem Onkel in die Lehre, der Handelsmann und Hammergewerke in Hüttenberg (Kärnten) war. Sein dort erworbenes praktisches Wissen vertiefte er durch intensive Beschäftigung mit Physik und Mechanik. Zunächst baute Franz Xaver Wurm Wasserräder, Schöpf- und Paternosterwerke, Sackpumpen und Feuerspritzen. Eine solche erwies sich 1809 beim Brand von Guttaring erfolgreich. 1811/12 konstruierte Wurm eine Flachsspinnmaschine, die er 1817 zum Patent anmeldete. Mit seinem Geldgeber, dem kaiserl. Rat Pausinger, gründete er 1820 in Marienthal (Niederösterreich) eine Flachsspinnfabrik mit 73 Maschinen, die 120 Arbeiter beschäftigte. Anders als bei der Konkurrenz der Baumwollspinnereien muss Flachs aufbereitet werden. Dazu erfand Wurm ein System von 10 Maschinentypen, von der Flachsreinigungsmaschine bis zur Spagat-Zwirnmaschine.

Sein Ruf als Konstrukteur verbreitete sich rasch. 1816 beauftragte ihn Erzherzog Johann mit dem Bau eines Dampfschiff-Schaufelrades. Wurm wentwickelte weiters eine Perlenstickmaschine, eine Waschmaschine, verschiedene Kreissägen, eine Ziegelmaschine, Prothesen und eine Blindenschreibmaschine. 1833 stellte ihn die k.k. Hofkammer als Zentralmechaniker im Münz- und Bergbaufach an. Dabei wurde auf seine Erfindung einer Goldwaschmaschine hingewiesen. Man beauftragte ihn mit der maschinellen Einrichtung des neuen Hauptmünzamts, u.a. mit einem Dampfkreisel (Dampfturbine). Seit 1839 durfte sich Franz Xaver Wurm Ingenieur und Mechaniker nennen.

Patente#

  • 1831 Verdampfungsapparat
  • 1832 Mahlmühle, Bandseilmaschine
  • 1835 Herstellung aller Arten Latten, Brett- und Bodennägel
  • 1835 Drahtseilmaschine (Seile für den Bergbau), 1845 Weiterentwicklung
  • 1836 Kondensator für Dampfmaschinen
  • 1844 Paginierstempel
  • 1845 Repulsionsdampfhammer mit universaler Steuerung
  • 1849 Fleisch- und Knochenmühle

Quelle#

  • Technisches Museum Wien, Archiv (Personenmappe)
© TMW

Redaktion: hmw