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Der Status von Oline-Casinos in Österreich#

(Stand Ende 2016)
von Thomas Gruber (E-Mail Adresse dem Austria-Forum bekannt).

Wie sieht es mit der Rechtslage für das Online-Glücksspiel eigentlich in Österreich aus?#

Ist das Gamblen in der Alpenrepublik erlaubt oder wie sieht man es dort?

In Österreich ist die rechtliche Lage für das Glücksspiel für den europäischen Raum recht einzigartig. Doch ist dies nicht der einzige Bereich, wo die Österreicher sich gerne ein wenig anders zeigen. In Österreich, wie andernorts, unterscheidet man zwischen dem großen und dem kleinen Spiel (nur dass es in Österreich tatsächlich auch namentlich unterschieden wird). Und die österreichische Regierung unterscheidet in ihrer Gesetzgebung ebenfalls zwischen dem großen und dem kleinen Spiel. Dies betrifft in der Regel das Offline Spiel aber auch Online wie bei onlinecasino-austria

Das große Spiel ist das eigentliche traditionelle Casinospiel, das Roulette, Blackjack, Spiele also, bei denen man sehr große Summen einsetzen und auch verlieren oder gewinnen kann. Das kleine Spiel hingegen sind solche Spiele, bei denen ein Einsatz von 1 bis 50 Cent üblich sind. Dies betrifft in der Regel die Automatenspiele. Und das kleine Spiel darf man in Österreich überall spielen, die Spielautomaten dürfen in Spielhallen, Gaststätten und an jedem öffentlich zugänglichen Ort aufgestellt werden, nur für Kinder sind sie tabu. Dennoch gilt dies nicht so ganz uneingeschränkt, denn in einigen Regionen Österreichs möchte man noch nicht einmal das kleine Spiel sehen.

Österreichische Online-Casinos#

In Österreich herrscht bei den Casinos wie in anderen Bereichen ein Monopol. Die Lizenzierung wird in der Alpenrepublik recht störrisch und mit teils überalteter Argumentation vergeben. Der einzige Betreiber, der im schönen Österreich derzeit landbasierte Casinos operieren darf, ist die Casino Austria AG, die sich damit natürlich immer schon eine goldene Nase verdient hat. Doch dies war einmal. Die Kunden laufen in den letzten Jahren weg. Warum? Ganz einfach, sie bleiben zuhause und besuchen statt dessen lieber ein Online-Casino.

Der CASAG entgehen die Einnahmen (und dem Staat die Steuern).#

Was tut man, wenn man plötzlich feststellt, dass Einnahmen in Millionenhöhe auf einmal nicht mehr kommen? Man forscht nach, wohin sie nun gehen, gibt der Kunde kein Geld mehr aus, oder bringt er es an eine andere Stelle? Hat man dann einmal herausgefunden, dass das Geld nun in die Online-Casinos strömt, die sich ganz dreist mit europäischen Lizenzen auch auf den österreichischen Markt drängen und da um Kunden werben, dann ist der Staat erst einmal sauer. Auf Ärger folgt Trotz. In der Theorie, oder laut der Gesetzeslage, ist in Österreich nur ein Anbieter von Glücksspielen lizenziert. Die notwendige Lizenz ist an ein Lotterie-Konzession gebunden. In Österreich überlegt man ja auch, sämtliche ausländischen Casino-Online-Anbieter zu blockieren. Dies dürfte jedoch zu erheblichen Schwierigkeiten führen und nicht so einfach realisierbar sein. Der spielbegeisterte Österreicher würde sich wohl auch mit Kräften dagegen wehren. Siehe dazu den aufschlussreichen Bericht des Ministeriums für Finanzen.

Österreich muss langsam der Wahrheit ins Auge sehen#

Auf den Trotz, so dieser ohne Folgen bleibt, muss man sich der Wahrheit stellen. Das System ist antiquiert. Nun sollen die Casinos der CASAG, die ohnehin schon eine Monopolstellung genießen, auch die einzigen Nutznießer der neuen Online-Lizenzen werden, wenn man sich einmal dazu durchringt, diese zu vergeben.

Doch dies ist nur ein weiterer Trugschluss. Wir schreiben das Jahr 2016, Konkurrenz belebt das Geschäft - die ausländischen Anbieter werden nicht so einfach verschwinden. Österreich muss weiterhin zusehen, wie alle Einnahmen ins Ausland wandern oder sie “müsse se ‘neilasse”.