Freinberg (Linz)

Freinberg
Johannes-Kepler- Sternwarte am Linzer Freinberg, links im Hintergrund der Sender Freinberg

Johannes-Kepler- Sternwarte am Linzer Freinberg, links im Hintergrund der Sender Freinberg

Höhe 405 m ü. A.
Lage Oberösterreich, Österreich
Geographische Lage 48° 17′ 46″ N, 14° 16′ 10″ O48.29611111111114.269444444444405Koordinaten: 48° 17′ 46″ N, 14° 16′ 10″ O
Freinberg (Linz) (Oberösterreich)
Freinberg (Linz)
Normalweg Wanderung

Der Freinberg ist ein 405 m hoher Berg im Stadtgebiet der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz. Frühere Namen des Berges und der nördlich anschließenden, bis zur Donau reichenden Hügelkette sind Jägermarwald oder Galgenberg. Vom Freinberg aus kann man praktisch die komplette Stadt überblicken. Nach dem Berg ist auch ein statistischer Bezirk des Linzer Stadtteils Waldegg benannt. Auf dem Freinberg befindet sich auch eine Sendeanlage.

Lage

Der Probeturm auf dem Freinberg als Teil des Aloisianums
Franz Josefs-Warte

Der Freinberg befindet sich etwa zwei Kilometer westlich des Stadtzentrums. Geologisch ist er ein Ausläufer des Kürnberges und gehört damit zur Böhmischen Masse.

Auf dem Berg befinden sich der Sender Freinberg, das Gymnasium Kollegium Aloisianum (ein früheres Jesuitenkloster) und die Johannes-Kepler-Sternwarte Linz. An den südlichen Ausläufern, der sogenannten Gugl, befindet sich das Linzer Stadion. Für die Turmbefestigung Linz wurde ein Probeturm auf dem Berg errichtet, der heute Teil des Aloisianums ist. Neben dem Turm steht die Maximilianskapelle.

Der höchste Punkt des Freinberges liegt in einer Parkanlage, wo sich auch die Franz Josefs-Warte befindet. Der Freinberg ist ein stark frequentiertes Erholungsgebiet. Er ist mit der Buslinie 26 der Linz Linien erreichbar.

Geschichte

Der Freinberg dürfte bereits im Spätneolithikum besiedelt gewesen sein, wie Streufunde zeigen. Eine Befestigungsanlage aus der späten Bronzezeit konnte ebenfalls nachgewiesen werden.[1] Diese wurde vermutlich dreimal errichtet und jedes mal durch Feuer zerstört. Die Wehranlagen wurden auf das 11. bis 9. Jahrhundert v. Chr. datiert.[2] Der Freinberg dürfte damit der erste dauerhaft besiedelte Ort im heutigen Linz gewesen sein. Später verlagerte sich das Zentrum der Besiedelung weiter Richtung Donau, auf den angrenzenden Römerberg mit der Martinskirche und dem Linzer Schloss.

Quellen

  1. Univ. Wien, Keltische Höhensiedlungen an der mittleren Donau, [1]
  2. ORF ON Science: Der Freinberg - die älteste Wurzel von Linz, [2]