Gerichtsbezirk Czudyn

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Ehemaliger Gerichtsbezirk Czudyn
(rumänisch: Ciudeiu)
(ruthenisch: Czudyn)
Basisdaten
Kronland Herzogtum Bukowina
Bezirk Storozynetz
Sitz des Gerichts Czudyn (Tschudej)
zuständiges Landesgericht  Czernowitz
Aufgelöst 1919
Abgetreten an Rumänien

Der Gerichtsbezirk Czudyn (rumänisch: Ciudeiu; ruthenisch: Czudyn) war ein dem Bezirksgericht Czudyn unterstehender Gerichtsbezirk im Herzogtum Bukowina. Der Gerichtsbezirk umfasste Gebiete zentralen Bereich der Bukowina. Das Gebiet wurde nach dem Ersten Weltkrieg Rumänien zugeschlagen und ist heute Teil des ukrainischen Anteils der Bukowina (Oblast Tscherniwzi).

Geschichte

Um 1850 wurde im Kaisertum Österreich die ursprüngliche Patrimonialgerichtsbarkeit aufgelöst. In der Folge wurden in der Bukowina durch eine kaiserliche Verordnung vom 6. November 1850 die neuen Gerichtsbezirke geschaffen und dem Landesgericht Czernowitz bzw. dem Oberlandesgericht Lemberg unterstellt.[1] Der Gerichtsbezirk Czudyn war zunächst Teil des Gerichtsbezirks Storozynetz. Erst per 1. Oktober 1913 entstand der Gerichtsbezirk Czudyn, der aus den Gemeinden und Gutsgebieten des Gerichtsbezirks Storozynetz Althütte, Augustendorf, Moldauisch-Banilla samt den abgesonderten Gutsgebieten Hnilcze und Koszczuja, Budenitz, Czircsz, Czudan, Davideny, Idzestie, Korczestie, Krasna-Ilsti, Krasna-Putna, Kupka, Neuhütte und Petroutz zusammengeschlossen wurde.[2]

Einzelnachweise

  1. Allgemeines Reichs-Gesetz- und Regierungsblatt für das Kaiserthum Österreich 1850, CLXV. Stück, Nr 497: „Kaiserliche Verordnung, wodurch die Gerichts-Organisation in den Kronländern Galizien und Lodomerien mit Krakau, Auschwitz und Zator und in der Bukowina festgesetzt wird“
  2. Reichsgesetzblatt für die im Reichsrath vertretenen Königreiche und Länder, 1907, Nr. 226 „Verordnung des Justizministeriums, betreffend die Errichtung des Bezirksgerichtes Czudyn in der Bukowina“ bzw. „Verordnung des Justizministeriums, betreffend die Aktivierung des Bezirksgerichtes Czudyn in der Bukowina“

Literatur