Hagensdorf

Dieser Artikel beschreibt den Ort Hagensdorf in Österreich. Für das gleichnamige Dorf in Böhmen, siehe Ahníkov.

Hagensdorf ist ein Ortsteil von Heiligenbrunn im Burgenland mit etwa 270 Einwohnern und liegt im Südburgenland.

Kirche Hagensdorf

Geschichte

Hagensdorf wurde 1221 mit dem ungarischen Ortsnamen KARACHON erstmals urkundlich erwähnt. Karachon kommt vom altmagyarischen Wort karácson, was so viel wie „das Weihnachtsfest“ bedeutet. Den Anlass zu dieser Namensgebung dürfte wohl ein Weihnachtsmarkt in dieser Gegend gegeben haben. Der deutsche Ortsname ist erst für das 17. Jahrhundert bezeugt. Man nimmt an, dass sich ein Personenname in ihm verbirgt.

Im Laufe des 18. Jahrhunderts haben sich in Hagensdorf die Schwaben angesiedelt. Unter den Kaisern Leopold I., Joseph I. und Karl VI. wurde die Ansiedelung von Deutschen im ungarischen Reich gefördert. So machten sich auch viele Schwaben auf den weiten und beschwerlichen Weg nach Ungarn. Da so manchen der Weg aber zu weit und beschwerlich wurde, sollen sich viele von ihnen gleich einfach hier niedergelassen haben. Hinweise darauf findet man unter anderem auch im Dialekt, der sich doch wesentlich von jenem der Nachbarorte unterscheidet.

Heute ist Hagensdorf die wunderschöne Heimat von 274 Einwohnern und der ideale Ort für Urlauber aus aller Welt, die Ruhe und vor allem unberührte Natur genießen wollen.

Natur

Berühmt für diese Gegend sind die unter Naturschutz stehenden Schachblumen (Fritillaria meleagris). 47.01527777777816.454444444444Koordinaten: 47° 1′ N, 16° 27′ O