Landtagswahl in Vorarlberg 1984

Landtagswahl 1984
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51,64 %
(-5,82 %p)
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13,00 %
(n. k.)
0,88 %
(-0,12 %p)
1979

1984


Die Landtagswahl in Vorarlberg 1984 fand am 21. Oktober 1984 statt, wobei das erstmalige Antreten der Grünen als gemeinsame Liste der Alternativen Liste und der Vereinten Grünen Österreichs (AL/VGÖ) zu starken Verlusten der übrigen Parteien führte. Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) verlor so 5,8 % und büßte zudem zwei Mandate ein, womit sie mit einem Gesamtergebnis von 51,6 % nur noch 20 der 36 Mandate stellte. Auch die Sozialistische Partei Österreichs (SPÖ) verzeichnete Verluste von 5,1 % und verlor eines ihrer Mandate. Mit einem Ergebnis von 24,0 % stellte sie in der Folge neun Abgeordnete im neugewählten Landtag. Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) verlor ebenfalls 2,0 % und ein Mandat, womit sie bei einem Stimmenanteil von 10,5 % drei Mandatare in den Landtag entsandte. Die Grünen erzielten bei ihrem ersten Antreten 13,0 % und überholten mit vier Mandaten die FPÖ. Die Grünen waren dabei noch vor der Konsolidierung der Grünen Bewegung als Bündnis der eher links orientieren Alternativen Liste und der bürgerlichen Vereinten Grünen angetreten. Damit schafften die Grünen auch erstmals den Einzug in einen Landtag. Die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) scheiterte mit 0,88 % (-0,12 %) erneut am Einzug in den Landtag.

Der Landtag der XXIV. Gesetzgebungsperiode konstituierte sich in der Folge am 6. November 1984 und wählte an diesem Tag die Landesregierung Keßler V zur neuen Vorarlberger Landesregierung, der am 29. Juli 1987 die Landesregierung Purtscher I nachfolgte.

Inhaltsverzeichnis

Ergebnisse

Gesamtergebnis

Endergebnis der Landtagswahl 1984[1]
Ergebnisse 1984 Ergebnisse 1979 Differenzen
Wahlberechtigte 191.774 175.060 + 16.714
Wahlbeteiligung 93,21 % 94,06 % - 0,85 %
Stimmen  % Mand. Stimmen  % Mand. Stimmen % Mand.
Abgegebene Stimmen 178.745 164.669 + 14.076
Ungültig 6.242 3,49 %   3.539 2,15 %   + 2.703 + 1,34 %
Gültig 172.503 96,51 % 161.130 97,85 %   + 11.373 - 1,34 %
Partei
Österreichische Volkspartei (ÖVP) 89.086 51,64 % 20 92.579 57,46 % 22 - 3.493 - 5,82 % - 2
Sozialistische Partei Österreichs (SPÖ) 41.366 23,98 % 9 46.800 29,04 % 10 - 5.434 - 5,06 % - 1
Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) 18.097 10,49 % 3 20.140 12,50 % 4 - 2.043 - 2,01 % - 1
Alternative Liste/Vereinte Grüne Österreichs (AL/VGÖ) 22.430 13,00 % 4 nicht kandidiert + 22.430 + 13,00 % + 4
Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) 1.524 0,88 % 0 1.611 1,00 % 0 - 87 - 0,12 % ± 0
Gesamt 172.503 100,00 % 36 161.130 100,00 % 36 + 11.373

Bezirksergebnisse

Wahlkreis Gesamt ÖVP SPÖ FPÖ AL/VGÖ KPÖ
Stimmen Grund-
Mandate
(GM)
Rest-
Mandate
Stim.  % GM Stim.  % GM Stim.  % GM Stim.  % GM Stim.  % GM
Bludenz 31.489 5 2 15.607 49,56 % 3 8.856 28,12 % 2 3.141 9,97 % 0 3.544 11,25 % 0 341 1,08 % 0
Bregenz 58.927 11 1 33.022 56,04 % 7 13.226 22,44 % 2 4.844 8,22 % 1 7.344 12,46 % 1 491 0,83 % 0
Dornbirn 38.225 8 0 17.615 46,08 % 4 8.923 23,34 % 2 5.928 15,51 % 1 5.424 14,19 % 1 335 0,88 % 0
Feldkirch 43.862 8 1 22.842 52,08 % 5 10.361 23,62 % 2 4.184 9,54 % 0 6.118 13,95 % 1 357 0,81 % 0
Gesamtergebnis
Restmandate
172.503
 
32
 
 
4
89.086
 
51,64 %
 
19
1
41.366
 
23,98 %
 
8
1
18.097
 
10,49 %
 
2
1
22.430
 
13,00 %
 
3
1
1.524
 
0,88 %
 
0
 

Literatur

  • Josef Rauchenberger (Hrsg.): Stichwort Bundesländer – Bundesrat. Wahlen und Vertretungskörper der Länder von 1945 bis 2000. PR-Verlag, Wien 2000, ISBN 3-9011-1105-0.
  • Verbindungsstelle der Bundesländer beim Amt der Niederösterreichischen Landesregierung: Wahlstatistik. Die Wahlen in den Bundesländern seit 1945. Nationalrat und Landtage. 8. Auflage. s. n., Wien 1994.

Einzelnachweise

  1. Wahlstatistik. Die Wahlen in den Bundesländern seit 1945, S. 108 f.

Weblinks