Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Lorenzen im Mürztal

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Lorenzen im Mürztal enthält die 5 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Sankt Lorenzen im Mürztal im steirischen Bezirk Bruck an der Mur. 3 Objekte wurden per Verordnung (§ 2a des Denkmalschutzgesetzes[1]) unter Schutz gestellt.[2]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Schloss Nechelheim Datei hochladen Schloss Nechelheim
ObjektID: 36006
Status: Bescheid
Nechelheim 1
Standort
KG: Rammersdorf
GstNr.: .110
Nechelheim zählt zu den ältesten Adelssitzen in der Steiermark. Als „Heim des Neche“ 1188 erstmals urkundlich erwähnt. Franz Xaver Freiherr von Fraydenegg-Monzello ließ 1789 die Wehranlage zu einem Schloss umbauen. Der auf einem Vischer-Stich von 1681 dargestellte Bergfried wurde beim Umbau von 1789 fast vollständig abgetragen. Sein unterer Teil ist im Gebäude verbaut und heute von außen nicht mehr sichtbar. Auch die auf dem Stich erkennbare südlich vorgelagerte Mauer mit ihren beiden runden zweigeschoßigen Wehrtürmen, ist heute nicht mehr erhalten. Nur vom einstigen Wehrgraben sind noch Spuren im Park erkennbar. Das Gebäude ist im Wesentlichen ein dreigeschoßiger Barockbau mit rechteckigem Grundriss. Auffällig sind vor allem die beiden an der schmalen Giebelfront der Südfassade errichteten runden Ecktürme mit ihren hohen Hauben. Im dazwischenliegenden Rundgiebel ist eine Uhr eingebaut. Die Hauskapelle befindet sich im zweiten Obergeschoß des Südwestturmes. Sie ist mit Wandmalereien und einem Deckenbild dekoriert, das den hl. Franz Xaver darstellt. Laut Signatur wurde es 1789 von Joseph Michael Gebler geschaffen. In der Glocke des Kapellenturmes ist die Jahreszahl 1648 eingeprägt. Besonders bemerkenswert ist auch die mit den Wappen der einstigen Besitzer sowie mit Gemälden und historischen Waffen geschmückte gewölbte Vorhalle im Erdgeschoß. Westlich des Schlossgebäudes steht ein im 16. Jahrhundert errichteter Getreidekasten, der später zum Wirtschaftsgebäude umgebaut wurde.[3]
Zehenthof, vulgo Zechner Datei hochladen Zehenthof, vulgo Zechner
ObjektID: 44271
Status: Bescheid
Hauptstraße 1, 2c
Standort
KG: St. Lorenzen im Mürztal
GstNr.: .36/1
Der Kern des Gebäudes ist gotisch, der früheste Bau stammt aber wohl aus dem 9. Jahrhundert. 1558 wurden die Laubengänge hinzugefügt, der Innenbereich später im Stil der Barockzeit umgebaut. 1770 und 1789 brannte das Gebäude ab. Ursprünglich im Besitz des Bistums Salzburg, wurde es im 13. Jahrhundert landesfürstliches Lehen des Luitpold von Sachsengang. Zwischen 1284 und 1848 war der Zehenthof Eigentum des Stiftes Admont. 1899-1949 war hier das Postamt untergebracht, zwischen 1803 und 1986 stand der Zehenthof im Besitz der Familie Ötschmayr, seit 1986 Siedlungsgenossenschaft Rottenmanner. Von 2000 bis 2002 wurde der Zehenthof renoviert.[4]
Pfarrhof und Ummauerung Datei hochladen Pfarrhof und Ummauerung
ObjektID: 57658
Status: § 2a
Hauptstraße 3
Standort
KG: St. Lorenzen im Mürztal
GstNr.: .42; 1/1
Das Gebäude wurde 860 erstmals urkundlich erwähnt und ist im seinen Kern gotisch. Von 1526 bis 1577 war der Pfarrhof im Besitz des St.-Georgs-Ritterordens, 1577-1773 des Jesuitenkollegs der Universität Graz. 1787 wurde er durch ein Feuer schwer beschädigt. Von 1775-1972 diente das Gebäude als Dekanatssitz, von 1782-1897 beherbergte der Pfarrhof auch die Dorfschule. Seit 1955 ist hier der Pfarrkindergarten untergebracht. Von 1995 bis 1999 wurde das Gebäude innen und außen umfangreich saniert.[5]
Kath. Pfarrkirche hl. Laurentius mit ehem. Friedhof und Kriegerdenkmal Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Laurentius mit ehem. Friedhof und Kriegerdenkmal
ObjektID: 57657
Status: § 2a
Hauptstraße 3a
Standort
KG: St. Lorenzen im Mürztal
GstNr.: .43; .69
925 erstmals urkundlich erwähnt, zwischen 1270 und 1280 am Übergang von der Spätromanik zur Frühgotik weiter ausgebaut. 1343 wurde der Ostchor hinzugefügt und mit gotischen Fresken dekoriert. Zwischen 1410-1420 entstand das Fresko des Feiertagschristus, 1575 das Fresko vom Lebenden Kreuz. Um 1730 erfolgte der Anbau der Seitenkapellen und der Sakristei. 1748/1749 wurde der barocke Hochaltar aufgestellt, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts kommen zwei Seitenaltäre im Rokoko-Stil hinzu. 1787, 1806 und 1907 beschädigten Brände die Kirche, zwischen 1989 und 1991 wurde der Innenbereich des Gotteshaues restauriert.[6]
Bildstock Datei hochladen Bildstock
ObjektID: 115543
Status: § 2a

Standort
KG: St. Lorenzen im Mürztal
GstNr.: 136

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[2]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
Weitere Bilder auf Wikimedia Commons Hier finden sich weitere Bilder des Objekts auf Wikimedia Commons.
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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[1] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

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Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Sankt Lorenzen im Mürztal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
  2. a b Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  3. Nechelheim auf www.burgen-austria.com
  4. Infotafel vor Ort
  5. Infotafel vor Ort
  6. Infotafel vor Ort
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing